Max Annas – Illegal

Wenn ich am Ende eines Romans das Gefühl habe, dass er für mich nicht funktioniert hat, sitze ich meist relativ lange gedanklich über diesen Umstand. Gerade bei Titeln, die relevante Themen behandeln, eine Aussage haben, etwas mitteilen wollen, da hinterfrage ich diesen Eindruck eine ganze Weile.

»Illegal« von Max Annas ist so ein Titel. Er ist politisch, er ist gesellschaftskritisch, er hat eine Botschaft. Und er hat für mich nicht funktioniert. Während ich das zunächst sehr lange und intensiv mit mir selbst diskutiert habe, bin ich schlussendlich zu der einfachen Lösung gekommen: Es ist eben einfach manchmal so. Manche Romane zünden bei mir eben einfach nicht. Trotz starkem Thema, trotz wichtiger Botschaft, nicht jedes Buch kann jeden Leser erreichen. … mehr erfahren

Antonio Ortuño – Madrid, Mexiko

antonio ortuno madrid mexiko kunstmann wortgestalt buchblog

Meine Leseeindrücke zu »Madrid, Mexiko« von Antonio Ortuño festzuhalten, fällt mir ähnlich schwer wie schon bei seinem Vorgängerroman »Die Verbrannten«. Da ich mich aber bis heute darüber ärgere, dass ich zu diesem harten und unbequemen, schonungslosen und unerbittlichen, großartigen und sprachgewaltigen Roman um die Situation zentralamerikanischer Flüchtlinge in Mexiko keine Besprechung geschrieben habe, obwohl ich diesen Roman ständig und aufdringlich empfehlen möchte, will ich nun wenigstens versuchen, zu »Madrid, Mexiko« ein paar Worte für den Blog zu finden. … mehr erfahren

Gerard Donovan – Winter in Maine

rezension gerard donovan winter in maine wortgestalt buchblog

Ein Mann lebt seit gut 50 Jahren in einer Hütte in den Wäldern Maines, hoch oben im Norden, unweit der kanadischen Grenze. Er lebt dort mit den 3282 Büchern, die ihm sein Vater nebst Hütte vererbt hat und mit seinem Hund Hobbes, der nach dem englischen Philosophen und Mathematiker benannt wurde. Der Mann heißt Julius Winsome. … mehr erfahren