Jack Trevor Story – Immer Ärger mit Harry

Im Wald von Sparrowswick Heath ist mächtig was los. Abie, ein vierjähriger und entschlossener Junge, durchstreift gerade mit seiner Spielzeugflinte das Unterholz, als plötzlich Schüsse und Stimmengewirr durch den friedlichen Nachmittag brechen. Wenig später stößt Abie auf einen Mann, der auf dem Waldboden liegt und in den Himmel starrt. Er blutet aus einer Wunde am Kopf und lässt ansonsten sämtliche Vitalzeichen vermissen. Offenbar ist dieser Mann tot. Abie beschließt, sich lieber auf den Heimweg zu machen.

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S. Craig Zahler – Wie Schatten über totem Land

Ein Western wie auf der Kinoleinwand, so kommt »Wie Schatten über totem Land« von S. Craig Zahler daher und wusste mich damit gleichzeitig zu überraschen und auch richtig gut zu unterhalten.

Sicherlich arbeitet der Roman mit vielen bekannten Elementen, bringt aber gerade zum Ende und mit seiner Hintergrundgeschichte eine Note mit ins Spiel, die durchaus auch auf eine emotionale Schiene setzt und zwischen Schuld, Sühne und Vergeltung einen bildgewaltigen und temporeichen Western präsentiert, der nichts für Mimosen ist.

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Wallace Stroby – Fast ein guter Plan

Fast schade, dass es zu Kriminalromanen so selten Merchandise gibt. Ich wäre die erste, die ein Crissa-Stone-Shirt tragen würde. Ich weiß schon, ein Markt für kriminalliterarische Fanartikel existiert quasi nicht. Die Schnittmenge von Menschen, die Fanartikel kaufen und Menschen, die Hardboiled-Krimis lesen, geht vermutlich gegen Null.

Aber ich sage ja nur, ich würde es tragen. Ein Stoffbeutel wäre auch ok, denke ich. Stoffbeutel sind dieser Tage der neueste Shit. Und auch für kleidungstechnisch eher zurückhaltende Menschen eine Option, nehme ich an.

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Horst Eckert – Der Preis des Todes

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In seinem neuen Roman »Der Preis des Todes« erzählt Horst Eckert genaugenommen eine Dreiecksgeschichte. Die von König Wirtschaft, Hofnarr Politik und Mätresse Medien. Und auch wenn mich dieser Politthriller stilistisch dieses Mal nicht richtig mitgezogen hat, so sind sein Inhalt und sein Thema doch so gewichig, dass ich es sehr mochte, einen Roman zu diesem Thema zu lesen.

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Anita Nair – Gewaltkette

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Ha, was für ein großartiger Kriminalroman! »Gewaltkette« erzählt eine Geschichte, die mich begeistert ob ihrer kriminalliterarischen Feinheiten, die mich bedrückt ob ihrer inhaltlichen Thematik, die mir stellenweise einen Kloß in den Hals und eine Wut in den Bauch legte, mich aber immer wieder frohlocken ließ, weil hier genial geplottet wurde, die Figuren lebendig gezeichnet und sehr nahbare Alltagsmomente kreiiert wurden.

Und ein weiterer Beweis dafür ist, wie großartig das Genre Kriminalliteratur ist und was es kann und was es nicht ist.

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Katrine Engberg – Krokodilwächter

Ich hätte ihn furchtbar gern gemocht, aber am Ende blieb bei mir nur das »furchtbar« übrig. Nun. Macht aber nichts. Gemessen an den zahlreichen positiven Stimmen, die zu »Krokodilwächter« durch das Netz wandern, scheint der Bestseller aus Dänemark auch hierzulande Anklang zu finden, was mich in diesem Fall vor allem für den Diogenes Verlag freut.

Dessen stilsichere Ader war übrigens auch der Grund, warum ich »Krokodilwächter« lesen wollte. Das und ein grundsätzliches Interesse an Debütromanen. Der Klappentext selbst klingt nämlich eigentlich gar nicht sooo sexy, tauchen doch einige kriminalliterarische Klischees darin auf.

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