Don Winslow – Corruption

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Statt der satten Zufriedenheit, die sich nach der Lektüre der früheren Werke Don Winslows regelmäßig bei mir einstellte, verursachen seine jüngeren Veröffentlichungen immer öfter eine sich schon ins Frustierte neigende Ernüchterung. Und ich stellte mir einmal mehr die – rein rhetorische – Frage, wann zum Geier Don Winslow eigentlich so einfallslos geworden ist.

Das klingt furchtbar respektlos und der zur Höflichkeit erzogene Teil meiner Selbst möchte diese Formulierung eigentlich auch direkt wieder streichen. Aber nix da. Wenn man einmal die Bausteine, aus denen »Corruption« besteht, auf ihre Subtanz untersucht, bekommt jeder Statiker schwitzige Hände und diese unangenehme Gänsehaut auf dem Kopf.

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Miss Marples Krimitipps im Juli 20.17

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In ihrer Gast-Kolumne »Miss Marples Krimitipps« gibt die Berliner Buchhändlerin Cornelia Hüppe einmal im Monat eine aktuelle Krimi-Empfehlungen, verrät euch, welches Buch sie zuletzt wirklich begeistert hat. Aus zuvor drei vorgestellten Titeln haben wir auch hier umgestellt auf einen Buchtipp pro Monat. Er soll eine wirkliche Empfehlung der Buchhändlerin darstellen, ihr aktueller Favorit und ein Tipp, der von Herzen kommt.

Diesen Monat hat das der neue Roman von Don Winslow, »Corruption«, geschafft.

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Kriminell Gelesenes im Juni 20.17

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In seiner Gast-Kolumne »Kriminell Gelesenes« stellt der Autor Martin Krist hier regelmäßig zum Monatsende seine aktuellen Lieblingsbücher vor – oder Bücher, die er lieber nicht gelesen hätte.

Dieses Mal hat es Don Winslow mit seinem neuen Roman »Corruption« in die Kolumne geschafft – zu diesem Roman werdet ihr in diesem Monat auch noch Miss Marples Kolumne sowie eine Besprechung meiner Wenigkeit zu lesen bekommen. Die volle Breitseite Winslow also in diesem Monat und gleich drei Meinungen zu einem Buch. Viel Spaß heute mit der ersten!

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Verlagsschau im Juli 20.17

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Jeden Monat erscheinen reihenweise interessante Bücher. Für die Verlagsschau sichte ich grob die Novitäten und stelle eine Auswahl an Titeln zusammen, die mir beim Durchblättern der Verlagsprogramme aufgefallen sind und vielversprechend erscheinen. Und ich erzähle kurz, warum. Los geht es, hier ist meine Auswahl für den Juli und auch wenn es erst im August so richtige dicke kommt, gibt es auch in diesem Monat einige interessante Titel. … mehr erfahren

Ken Bruen – London Boulevard

Wenn ein Kriminalroman mit der Entlassung des Protagonisten aus dem Gefängnis beginnt, dann gibt es da fast ausnahmslos auch diesen einen Typen, der vor der Haftanstalt wartet, um den frisch Entlassenen abzuholen. Wahlweise mit Kippen in der Jackentasche, Schnaps im Handschuhfach oder dem nächsten Coup im Kopf. Soll ja Spaß machen.

Und so beginnt auch »London Boulevard« mit der Entlassung von Mitchell, der wegen Körperverletzung drei Jahre abgesessen hat und nun mit den motivierenden Worten des Direktors »Sie kommen wieder.« in die Freiheit entlassen wird. Draußen wartet Norton, eine Art Kumpel, weit entfernt von der dicken Buddy-Nummer, die in anderen Kriminalromanen abläuft, aber eben doch der Mensch, der Mitch nach seiner Haftstrafe in Empfang nimmt. Schnaps hat er natürlich auch dabei. Und Kippen.

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James Sallis – Driver

Es beginnt in einem Motel am nördlichen Stadtrand von Phoenix. Ein missglückter Raubüberfall auf einen Laden, der Fahrer des Fluchtwagens sitzt verletzt am Boden. Eine Frau ist tot, ebenso zwei weitere Männer. Schauen wir uns den Fahrer genauer an. Um den geht es hier, um Driver, mehr Name ist nicht nötig.

»Driver« ist ein Roman, ein Krimi, ein Thriller, ein Noir des amerikanischen Autors James Sallis aus dem Jahre 2005, ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis in der Kategorie International 2008. James Sallis ist soetwas wie der finstere Poet unter den Kriminalschriftstellern. Er hat Sätze in seinen Romanen, die so wunderschön sind, dass man sie behutsam auf die Hand nehmen und bei Licht betrachten möchte. Und er erzählt seine Geschichten ganz klar und nüchtern, ganz tief und ruhig, ganz hart und unerbittlich.

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