Volker Kutscher – Der nasse Fisch

Es war schwierig, mit mir und diesem Roman. Zu Anfang. Na sagen wir mal in den ersten zwei Dritteln. Was bei rund 540 Seiten gar nicht so wenig ist. Das letzt Drittel dann fand ich gelungen. »Der nasse Fisch« von Volker Kutscher und ich hatten also summa summarum sehr ambivalente Lesemomente miteinander.

Ambivalent ist auf seine Art auch Gereon Rath, Protagonist dieser Reihe, die im Berlin der späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre angesiedelt ist und aktuell sechs Bände umfasst. In diesem ersten findet man sich im Jahr 1929 wieder. Berlin ist eine laute und volle Metropole. Die Ringvereine haben die Stadt im Untergrund im Griff, die politischen Organisationen die Straßen und dazwischen huscht die Preußische Polizei hin und her und weiß nicht so recht, wo sie ansetzen soll und will.

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Anne Goldmann – Lichtschacht

Lena mag es gerne ordentlich. Sortiert. In ihrem Leben, in ihrer Wohnung. Die gehört ihr aber gar nicht. Lena ist neu in Wien und wohnt den Sommer über in der Wohnung einer alten Freundin, die verreist ist. Die Welt entdecken, irgendwo in Südamerika. Vielleicht auch woanders. Das kann man bei der Freundin immer nicht so genau sagen. Bei Lena schon, Lena ist zuverlässig, gründlich.

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Miss Marples Krimitipp im Oktober 20.17

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In ihrer Gast-Kolumne »Miss Marples Krimitipps« schreibt die Berliner Buchhändlerin Cornelia Hüppe einmal im Monat ihre aktuellen Krimi-Empfehlungen nieder, erzählt, welche Autoren sie begeistert, welche Geschichten sie fasziniert haben.

In diesem Monat gibt es auch von Miss Marples eine französische Lektüreempfehlung, und was für eine: »Die Marseille-Trilogie« von Jean-Claude Izzo

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Sophie Hénaff – Kommando Abstellgleis

Anne Capestan ist nach einem Schusswaffeneinsatz im Dienst vorläufig suspendiert. Eine nicht ganz zweifelsfreie Situation, ein nicht ganz zweifelsfreies Verhalten und die Pariser Kommissarin kann selbst durch ihren Mentor, Directeur Buron, nicht mehr beschützt werden. Sie landet auf dem Abstellgleis. Doch was zunächst wie ausrangiert wirkt, ist wie immer nur eine Frage der Perspektive. Und der Einstellung. Spaß ist, was ihr daraus macht. Oder so ähnlich.

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Fred Vargas – Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord

Fred Vargas erster Kriminalroman um den Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg war für mich eine ungewöhnliche und interessante Überraschung. Ich kannte bisher noch keinen Roman der Autorin, für den Frankreich-Themenschwerpunkt in diesem Monat wollte ich mich aber durch bekannte Namen der französischen Kriminalliteratur lesen und da gehört Fred Vargas zweifellos dazu.

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