Martin Keune – Black Bottom

Noch ganz überrascht schaue ich gerade immer wieder auf »Black Bottom», der hier neben mir liegt. Überrascht nicht aus einer Überheblichkeit heraus, weil ich es dem Roman nicht zugetraut hätte gut zu sein, sondern weil ich die Facette so mag, die er ins Spiel bringt.

Seinen etwas raueren, nackteren Stil, ein eigentlich sehr cleaner und geradliniger Kriminalroman, der dicht dran bleibt an seinen Themen und der sich bei seinem Zeitsprung ins Jahr 1930 nicht in Nostalgie verliert.

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Ernst Dronke – Polizeigeschichten

Ein interessantes historisches Fundstück sind die »Polizeigeschichten« von Ernst Dronke aus dem Jahr 1846. Neu aufgelegt vom Verlag Walde+Graf findet man in diesem sehr sorgfältig aufgemachten Buch insgesamt sieben Erzählungen, die weitgehend auf wahren Fällen beruhen und von Dronke hier in Novellenform wiedergegeben wurden.

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Horst Eckert – Der Preis des Todes

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In seinem neuen Roman »Der Preis des Todes« erzählt Horst Eckert genaugenommen eine Dreiecksgeschichte. Die von König Wirtschaft, Hofnarr Politik und Mätresse Medien. Und auch wenn mich dieser Politthriller stilistisch dieses Mal nicht richtig mitgezogen hat, so sind sein Inhalt und sein Thema doch so gewichig, dass ich es sehr mochte, einen Roman zu diesem Thema zu lesen.

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Juli Zeh – Corpus Delicti. Ein Prozess

»Corpus Delicti« von Juli Zeh ist eigentlich ein Roman, über den ich reden und nicht schreiben möchte. Weil er eine ganze Ecke philosophischer Denkanstöße mit sich bringt. Und über philosophische Themen muss man reden. Da braucht man einen Dialog, keinen Monolog, auch wenn der Anschein ein anderer ist, bedenkt man all die philospohischen Schriften. Aber darum geht es ja jetzt gar nicht.

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Martin von Arndt – Tage der Nemesis

Berlin in den frühen 1920er Jahren. Der morphiumabhängige Kriminaloberkommissar Dr. Andreas Eckart dröselt in seinem aktuellen Mordfall an mehreren Fäden herum, an denen nach Meinung einiger möglichst wenig herumgezwirbelt werden sollte. Ein türkischer Obsthändler wurde quasi vor seiner Haustür in Charlottenburg exekutiert. Augenzeugen haben den Täter dingfest gemacht. Die Leiche wurde auf Befehl des Auswärtigen Amtes rasch weg von der Straße und hinein in die Wohnung der Witwe transportiert. Und Kommissar Eckart stellt mit seinem Assistenten erstmal den Tathergang nach. Was ein Auftakt.

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Volker Kutscher – Der nasse Fisch

Es war schwierig, mit mir und diesem Roman. Zu Anfang. Na sagen wir mal in den ersten zwei Dritteln. Was bei rund 540 Seiten gar nicht so wenig ist. Das letzt Drittel dann fand ich gelungen. »Der nasse Fisch« von Volker Kutscher und ich hatten also summa summarum sehr ambivalente Lesemomente miteinander.

Ambivalent ist auf seine Art auch Gereon Rath, Protagonist dieser Reihe, die im Berlin der späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre angesiedelt ist und aktuell sechs Bände umfasst. In diesem ersten findet man sich im Jahr 1929 wieder. Berlin ist eine laute und volle Metropole. Die Ringvereine haben die Stadt im Untergrund im Griff, die politischen Organisationen die Straßen und dazwischen huscht die Preußische Polizei hin und her und weiß nicht so recht, wo sie ansetzen soll und will.

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