Philip K. Dick – Der dunkle Schirm

Es ist gar nicht so einfach, meine Eindrücke zu Philip K. Dicks Roman »Der dunkle Schirm« mit Worten zu fixieren. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich den Roman in all seiner Tiefe durchdrungen habe. Im Zweifel ist die Antwort ein klares Nein. Ich denke, mir fehlte ein Gesamtgefühl für die Thematik, die Zeit und die Umstände, die für den Roman eine wichtige Rolle spielen. Aber dennoch bearbeitet der Roman sein Thema mit einer sehr emotionalen Hingabe, die es mir unmöglich machte, den Roman nicht zu schätzen.

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James Sallis – Driver

Es beginnt in einem Motel am nördlichen Stadtrand von Phoenix. Ein missglückter Raubüberfall auf einen Laden, der Fahrer des Fluchtwagens sitzt verletzt am Boden. Eine Frau ist tot, ebenso zwei weitere Männer. Schauen wir uns den Fahrer genauer an. Um den geht es hier, um Driver, mehr Name ist nicht nötig.

»Driver« ist ein Roman, ein Krimi, ein Thriller, ein Noir des amerikanischen Autors James Sallis aus dem Jahre 2005, ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis in der Kategorie International 2008. James Sallis ist soetwas wie der finstere Poet unter den Kriminalschriftstellern. Er hat Sätze in seinen Romanen, die so wunderschön sind, dass man sie behutsam auf die Hand nehmen und bei Licht betrachten möchte. Und er erzählt seine Geschichten ganz klar und nüchtern, ganz tief und ruhig, ganz hart und unerbittlich.

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Don Winslow – Savages: Zeit des Zorns

Don Winslow. Mit Schlussszenen hat er es. Da drückt er mit Freude die emotionale Tube, lässt Sentimentalitäten für sich arbeiten. Und es funktioniert. Ich bin wieder dezent hin und weg.

Aber von Anfang an. »Savages – Zeit des Zorns« aus dem Jahr 2010 ist der dreizehnte Roman des us-amerikanischen Autors Don Winslow, dessen Gesamtwerk sich aktuell auf 20 Titel beläuft. Seine jüngste Veröffentlichung erscheint dieser Tage unter dem Titel »Corruption« in deutscher Übersetzung.

Winslow hat ein großes Thema, das immer wiederkehrt, der Drogenkrieg und seine Dynamik, sein Innenleben, seine Auswüchse und seine Auswirkungen. Diese hässliche Welt packt er in schnelle Thriller, die betont leichtfertig erzählt werden, und damit eine ganz eigene Form der Auseinandersetzung und Kritik suchen.

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Ross Macdonald – Schwarzgeld

Geld allein macht nicht glücklich, seine Abwesenheit bereitet bisweilen aber auch Probleme. Und so dreht sich in Ross Macdonalds »Schwarzgeld« letztlich alles um Reichtum und Armut, monetärer und gesellschaftlicher Natur. Denn Geld verdirbt nun einmal den Charakter und nirgendwo scheint dies deutlicher spürbar als im mondänen Montevista im sonnigen Kalifornien. Gut, dass der absolut unbestechliche Privatdetektiv Lew Archer da ist, so einen Mann braucht es, wenn mehr Schein als Sein die Menschen dirigiert. … mehr erfahren