Don Winslow – Savages: Zeit des Zorns

Don Winslow. Mit Schlussszenen hat er es. Da drückt er mit Freude die emotionale Tube, lässt Sentimentalitäten für sich arbeiten. Und es funktioniert. Ich bin wieder dezent hin und weg.

Aber von Anfang an. »Savages – Zeit des Zorns« aus dem Jahr 2010 ist der dreizehnte Roman des us-amerikanischen Autors Don Winslow, dessen Gesamtwerk sich aktuell auf 20 Titel beläuft. Seine jüngste Veröffentlichung erscheint dieser Tage unter dem Titel »Corruption« in deutscher Übersetzung.

Winslow hat ein großes Thema, das immer wiederkehrt, der Drogenkrieg und seine Dynamik, sein Innenleben, seine Auswüchse und seine Auswirkungen. Diese hässliche Welt packt er in schnelle Thriller, die betont leichtfertig erzählt werden, und damit eine ganz eigene Form der Auseinandersetzung und Kritik suchen.

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Antonio Ortuño – Madrid, Mexiko

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Meine Leseeindrücke zu »Madrid, Mexiko« von Antonio Ortuño festzuhalten, fällt mir ähnlich schwer wie schon bei seinem Vorgängerroman »Die Verbrannten«. Da ich mich aber bis heute darüber ärgere, dass ich zu diesem harten und unbequemen, schonungslosen und unerbittlichen, großartigen und sprachgewaltigen Roman um die Situation zentralamerikanischer Flüchtlinge in Mexiko keine Besprechung geschrieben habe, obwohl ich diesen Roman ständig und aufdringlich empfehlen möchte, will ich nun wenigstens versuchen, zu »Madrid, Mexiko« ein paar Worte für den Blog zu finden. … mehr erfahren