Seamus Smyth – Spielarten der Rache

»Spielarten der Rache« kann man nach dem Lesen erst einmal eine ganze Weile anstarren und darüber nachdenken, was für eine grandios kalkulierte Rachegeschichte man hier gerade gelesen hat.

Meine Bewunderung galt zunächst leicht fehlgeleitet der Hauptfigur des Romans, Red Dock, und brachte mich in arge moralische Bedrängnis, immerhin ist dieser perfide Plan von einer kalten Grausamkeit durchsetzt, die man unmöglich bewundern kann. Aber dieser Plan ist so durchtrieben exakt geplant und auf eine Art so smart durchdacht, dass man sich dem verwerflichen Charme dieser kriminellen Energie kaum erwehren kann.

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Reblogged | Gene Kerrigan – Die Wut

Ein todsicherer Plan und ein beispielloser Amoklauf warten in »Die Wut« von Gene Kerrigan auf die Leserschaft. Christina hat den Roman für unser Blog-Spezial zur irischen und nordirischen Kriminalliteratur gelesen und schreibt heute auf ihrem Blog über die Story, die in Dublin nach der Bankenkrise verortet ist und die Schicksale eines Detectives, eines Diebes und einer früheren Nonne eint.

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Estelle Surbranche – So kam die Nacht

Koks über Board. Das ist wirklich schlecht gelaufen für zwei Drogenkuriere, die mit ihrem Schnellboot eine weitere Ladung nach Spanien bringen sollten und von der Küstenwache überrascht wurden. Die gut verschnürten Päckchen mit reinstem Kokain mussten sie rasch im Meer versenken. Ein herber Verlust für ihren Auftraggeber, einen serbischen Warlord.

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Pete Dexter – God’s Pocket

Gute Geschichten beginnen oft mit einer Legende. Diese hier hat eine im Buchtitel. In der Stadt Philadelphia existiert ein Viertel mit dem Namen »Devil’s Pocket«. Ein örtlicher Priester soll einmal gesagt haben, die Kinder in der Nachbarschaft seien so ungezogen, sie würden selbst dem Teufel eine Kette aus der Tasche stehlen.

Für seinen Debütroman aus dem Jahr 1983 nahm sich Autor Pete Dexter »Devil’s Pocket« zum Vorbild, machte daraus »God’s Pocket« und schrieb eine Geschichte über ein Arbeiterviertel in Philadelphia und seine Bewohner.

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Norbert Sahrhage – Der Mordfall Franziska Spiegel

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Im November 1944 meldet der NSDAP-Ortsgruppenleiter und Lehrer der örtlichen Schule, Konrad Felschmann, einer im Ort stationierten Einheit der Waffen-SS, dass in seinem “Hoheitsgebiet noch eine Jüdin lebt”. Nur einen Tag später wird Franziska Spiegel von drei Männern in SS-Uniformen abgeholt, zwei von ihnen bringen die Frau in ein nahegelegenes Waldstück und erschießen sie. … mehr erfahren

Lauren Beukes – Zoo City

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Zinzi December hat ein Faultier. Ein putziges Ding, ab und an schnauft es verächtlich, wenn Zinzi etwas macht, das es nicht gutheißt. Ansonsten hängt es meist träge herum und tut, was Faultiere eben so tun, was in der Summe nicht viel ist. Und wenn Zinzi die Wohnung verlässt, hängt sich das Faultier wie ein Rucksack auf ihren Rücken und begleitet sie. Dieses Faultier geht überall mit ihr hin. Es ist immer dabei. Immer. Für immer. Denn Zinzi hat ihren Bruder erschossen und gehört seitdem zu den Getierten.

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