Kriminell Gelesenes im September 20.17

Banner Kriminell Gelesenes Martin Krists Krimikritik

In seiner Gast-Kolumne »Kriminell Gelesenes« stellt der Berliner Autor Martin Krist hier regelmäßig zum Monatsende seine aktuellen Lieblingsbücher vor – oder Bücher, die er lieber nicht gelesen hätte.

Auch am Ende dieses Monats zieht er Bilanz. Was war im September sein Lieblingsbuch – oder welches Buch hätte er lieber nicht gelesen?

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Kerstin Ehmer – Der weiße Affe

Ganz im Ernst, solange es noch Menschen gibt, die solche Romane schreiben und Verlage, die sie verlegen, ist meine kleine Welt einfach mal kurz in Ordnung.

»Der weiße Affe« von Kerstin Ehmer erzählt einen Kriminalfall vor der Kulisse Berlins in den 1920er Jahren. Und das auf eine Art, die thematisch und sprachlich so reich und ansehnlich gerät, dass der Roman zu einer Perle in diesem Krimijahr wird.

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Jeff VanderMeer – Borne

Holla die Waldfee. »Borne« zu lesen, glich einem Kraftakt. Der Roman hat meinen Kopf zum Schwirren gebracht, meine Gedankenkraft herausgefordert. Sich die Dinge vorzustellen, die Autor Jeff VanderMeer entwirft, das war gleichzeitig aufregend und anstrengend, das alles zu imaginieren, was dort geschrieben gesteht, eine Herausforderung.

Die Geschichte von »Borne« spielt vor einer post-apokalyptischen Kulisse, eine nahe Zukunft, in einer zerstörten Stadt, in einer zerstörten Welt. Den Niedergang haben die Menschen selbst zu verantworten. Kriege, Seuchen, steigender Meeresspiegel, Flüchtlingsströme, zerfallende Staaten und schließlich der Zusammenbruch von allem. Dazu die schleichende Ausbreitung von Biotech. Lebende Organismen, modifizierte Lebewesen, manipulierte Lebensformen, die schließlich unkontrollierbar wurden, sich verselbstständigten und der Welt ein neues Gesicht gaben.

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Ellen Dunne – Harte Landung

Mit »Harte Landung« ist Anfang August der neueste Roman der Autorin Ellen Dunne erschienen. Nach »Wie du mir« und »Für immer mein«, beide im Eire-Verlag veröffentlicht, startet jetzt beim Insel-Verlag die Reihe um die deutsch-irische Kriminalkommissarin Patsy Logan.

Ermittlungstechnisch ein klassischer Kriminalroman, entwickelt »Harte Landung« durch das stilsichere Erzählen der Autorin und die ausgeprägte Charakterzeichnung der Protagonistin Patsy Logan schnell ein eigenes Naturell. Dazu kommt noch die Paarung vom Hauptschauplatz München mit der irischen Hauptstadt Dublin als Kulisse. Das verleiht dem Krimi eine zusätzliche Stimmung, eine spannende Dynamik.

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Robert Berg – Pech für den Puppenspieler

In Robert Bergs Kriminalroman »Pech für den Puppenspieler« gerät das Leben des Barkeepers Edmund Petersen in eine Schieflage. Vom Typ sowieso nicht der große Karriereyuppie, hat Ed sein Soziologie-Studium gemeinsam mit seinem Elan, seinen Träumen und Hoffnungen schon lange ad acta gelegt, und jobbt mit Anfang 40 immer noch in seinem alten Nebenjob in einer Bar in Berlin-Schöneberg.

Schöneberg ist auch seine Heimat, aufgewachsen zwischen der ehemaligen Wildnis am Gleisdreieck und dem Kleistpark, zwischen Bayrischem Platz und Yorckstraße, hat Ed im Schöneberger Kiez seine Wurzeln und seine Freunde.

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