Gott sei Dank, nun ist’s vorbei, mit der Übeltäterei!

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Ich hinke mal wieder hinterher. Da wollte ich den Oktober mit französischer Kriminalliteratur verbringen und habe doch kaum einen der Titel, die ich gelesen habe, hier besprochen. Einige Beiträge zum Thema gab es zwar, aber alles in allem hatte ich mir das anders vorgestellt, mit der Zeit und dem Schreiben. Und auch dem Lesen. Tja, aber so ist das. Fazit für mich, keine Themenmonate mehr. Höchstens Themenwochen. Mich einen Monat lang an eine Leseliste halten, nicht meine Baustelle. Wieder etwas dazugelernt.

Trotzdem war ja der Zuspruch und das Interesse in den Kommentaren relativ groß, als ich meinen ambitionierten Stapel französischer Spannungsliteratur hier vorgestellt hatte. Deshalb meine ich, ich schulde euch doch einen kleinen Rückblick, ein kleines Fazit. Kommt jetzt.

Insgesamt habe ich 4 Romane und 3 Comics von französischen Autoren gelesen und das war schon ganz schön. Aber gerade bei den Romanen nicht ganz so der Knüller-Müller, wie erhofft, das muss ich sagen. Aber kommt Zeit, kommt Rat, sprich irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Kopf gerade nicht aufgeräumt genug ist, um mich auf die komplexen und sozialkritischen Themen, die Verwicklungen und Verstrickungen von Politik und Gesellschaft in den Romanen einzulassen, die ich mir da herausgesucht hatte. Denn ich will nichts verpassen, will etwas mitnehmen aus diesen Büchern. Und da das nicht ging, habe ich vor Schreck erstmal einen Roman von Benedict Wells gelesen. Mensch, war das nett.

Aber zurück zum Polar. Also zum französischen Krimi. Hier erstmal eine Übersicht der zum Schwerpunkt erschienenen Beiträge:

 

Und jetzt der Rückblick auf das Gelesene.

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Léo Malet – Bilder bluten nicht

Von Léo Malet hatte ich persönlich jetzt mehr erwartet. Einer der großen (größten?) Namen im französischen Kriminalroman. Und es geht sich auch gut an. Paris 1954, der Privatdetektiv Nestor Burma ist ein ziemlich lässiger Typ, etwas arrogant, aber tief-cool und unkoventionell, was ja seit jeher zur Stellenbeschreibung des Privatschnüfflers gehört. Seine Agentur heißt Fiat Lux, sein aktueller Auftrag dreht sich um einen Mann, einen Mord und ein gestohlenes Gemälde und es gibt neben der Femme Fatale auch sonst reichlich Bekanntes und im Zuge dessen wenig Überraschendes. Vielleicht ist es der Zahn der Zeit.

In klugen Bücher kann man nachlesen, dass sich gerade dieser erste Roman des zweiten Zyklus der Paris-Krimis (Neue Geheimnisse von Paris) stark an »Der Malteser Falke« von Hammett orientiert, die Reihe insgesamt als eine Art ironische Replik auf die Tradition des Kriminalromans zu lesen (Vgl. Kindler Kompakt Kriminalliteratur, Christof Hamann, J.B. Metzler, 2016) sei, und unter diesem Gesichtspunkt hat das alles sicher seinen Reiz, das allein reicht (mir) aber nicht, ich mache es kurz, ich fand den Plot, die Dramaturgie und in ihrer Zusammenstellung auch die Figuren langweilig. Das kann man sicher eleganter ausdrücken. Ändert aber nichts an der Kernaussage.

Sprachlich hatte der Roman dafür wirklich Charme, gerade für sein Alter. Deshalb war es das auch noch nicht mit Léo und mir, ich werde noch »Das Leben ist zum Kotzen«, den Auftakt seiner Schwarzen Trilogie, lesen und auch noch wenigstens einen weiteren Nestor Burma. Ich bin literarisch der klassische Typ für die Liebe auf den zweiten Blick.

 

insta-guez-webJérémie Guez – Paris, die Nacht

Mochte ich sehr. Ein sehr moderner und sehr junger Krimi, vielleicht eher ein Thriller, und ein Noir. Eine Gangstergeschichte, wenn man so will. Ganz ohne Verbrecherromantik, sondern sehr klar und hart und ungeschönt. Dafür aus einer sehr reflektierenden Ich-Perspektive erzählt, von einem jungen Mann, der vom Gelegenheitsdealer zum Räuber und schlussendlich zum Mörder wird. Man kann hier den moralischen Grenzen beim Fallen zusehen, das ist sehr spannend und stark und voller Emotionen, gleichzeitig eben durch das reflektierte Erzählen auch sehr erhellend, was Gewaltdynamiken betrifft. Ein wirklich lohnenswerter Roman.

 

insta-manchette-webJean-Patrick Manchette – Position: Anschlag liegend

Ein Buch wie ein Brett. Extrem schlank, schon fast untergewichtig erzählt, was die Handlung richtig zackig kommen lässt. Bis sie dann doch plötzlich einbricht. Hm. Da war die Verwunderung groß. Aber das hat in diesem Fall mit dem Plot zu tun, denke ich, der hätte etwas mehr Raum gebraucht, aber in dieser stilistischen Wespentaille war dafür kein Platz, da kommt der beste Plot nicht hinterher und fällt kurz vor Schluss eben in sich zusammen. Trotzdem extrem cooler Roman, kalt wie ein Stein bis auf eine Prise Wahnsinn und schnell erzählt, ohne viel Drumherum. Mag ich, aber ich denke, da geht noch mehr, weshalb ja auch schon die nächsten zwei Manchettes hier herumliegen.

 

insta-jean-amilaJean Amila – Mitleid mit den Ratten

Inhaltlich war das auf jeden Fall das Highlight in diesem Frankreich-Monat, wenn auch sprachlich hier keine Parade notwendig ist. Doch die Handlung, die sich um eine kleine Familie in Paris dreht, die das Einbrechen zu einer Kunstform erhebt und sich dieser mit Leidenschaft in den Abendstunden widmet, ist eine echte Perle, weil sie ganz sanft und tänzelnd und dann ganz klar und hart mit der alten Frage um Moral und Anstand spielt. Als nämlich ein politisch motivierter Killer in das Leben der Familie tritt, ändern sich die Rahmenbedingungen ihrer Existenz ganz radikal und es geht darum, welche Art von Verbrechen wann gerechtfertigt ist. Denkt man sich in die Handlung hinein und dann darüber hinaus, kann man nach dem Lesen des Romans direkt ein bisschen philosophisch werden. Sehr gelungen. Und ein Autor, von dem ich mehr lesen möchte.

 

insta-donjon-fraeulein-webJoann Sfar und Lewis Trondheim – Donjon: Das Herz einer Ente

Ok, das ist vor allem funny und sweet. Eine Geschichte voller bunter Monster und Kreaturen, mit sehr viel Witz und Herz. Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt, ein Comic mit sehr schrägen Figuren und eine liebevolle Parodie auf Rollenspiele und Fantasyszenarien. Lewis Trondheim steht seit Maggy Garrisson auf meiner Merkliste der für mich wichtigen Namen im Comicbereich und Joann Sfar wollte ich sowieso schon lange mal erlesen, in diesem Band (einer von zahlreichen im Donjon-Kosmos) kann man sich von beiden bestens unterhalten lassen.

Hubert & Kerascoët – Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An, Band 1: Die Jungfrau im Freudenhaus

Und jetzt die ganze große Liebe und mit Abstand das Oktober-Highlight, das Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An, das eigentlich eine eigene Besprechung verdient. Ich setz mich da gleich mal ran. Falls es doch nichts werden sollte, hier die Stichworte: Paris, 20er Jahre, Schwestern, Mord, Milieustudie, Drama, Kritik, Glanz, Elend, Bordell und anders als man das jetzt auf den ersten Blick zusammenwürfeln würde. Groooooße Liebe. Ganz große.

 

insta-bataclan-webFred Dewilde – Bataclan: Wie ich überlebte

Der Terroranschlag am 13. November 2015 im Pariser Club »Bataclan« forderte zahlreiche Todesopfer. Einer der Überlebenden erzählt nun in diesem Buch, wie er die Nacht, als Bewaffnete ein Konzert stürmten und Menschen erschossen, erlebte, überlebte und wie er danach weiterlebte. Die Besprechung hierzu ist tatsächlich schon geschrieben und kommt nächste Woche.

 

So, Freunde der Nacht, das war dann also meine Frankreich-Lektüre im Schnelldurchlauf. Könnte ich mich dran gewöhnen. Eventuell wird es Zeit, den Monatsrückblick hier wieder fest einzuführen. Alsbald also, und ein vergnügliches Wochenende!

21 Kommentare zu “Gott sei Dank, nun ist’s vorbei, mit der Übeltäterei!

  • 3. November 2017 at 17:45
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    Hut ab für das Pensum und danke für Deine Einschätzung zu den Büchern. Insbesondere bei Amila war ich da jetzt mal auf Deinen Kommentar gespannt. Habe mich auf der Buchmesse noch mit Stefan, also Stefan Wirtz, dem Verlagsleiter bei Conte, über den Autor unterhalten, dessen Titel natürlich aufgrund des Ehrengasts Frankreich am Stand ausgestellt waren. Amila hat ja eine ziemlich interessante und auch teilweise tragische Vita. Ich hoffe, dass Dein Betrag vielleicht den ein oder anderen dazu bringt, ihn für sich zu entdecken. Verdient hätte er es. Und dem kleinen Verlag Conte würde ich diese Aufmerksamkeit auch gönnen.

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    • 3. November 2017 at 18:29
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      Danke fürs Lesen! 🙂 Ja, also Jean Amila stach auf jeden Fall aus der Masse heraus, ich war von der Art der Geschichte sehr angetan. Ärgert mich auch, dass ich dazu keine Besprechung geschrieben habe, der Anfang liegt auf dem Rechner, aber dann hakte es, und du kennst das ja, bei manchen Besprechungen ringt man sich jedes Wort ab und kriegt die Essenz dann doch nicht verschriftlich. Vielleicht aber dann zu einem anderen Titel von ihm, ich würde dem Verlag wie posthum auch dem Autor Aufmerksamkeit und Wertschätzung sehr wünschen, diese Art von Lektüre gilt es auf jeden Fall zu bewahren.

      Schade immer, dass es zu “jüngeren” Kriminalschriftstellern nur so rar gesähte Sekundärliteratur gibt. Es gibt sie, natürlich, auch gerade zu den populären Namen, aber im Großen und Ganzen muss man wohl erst etliche Dekaden “reifen”, bevor sich literaturgeschichtlich oder anderweitig gattungsbewertend mit einem Autor befasst wird.

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    • 3. November 2017 at 20:18
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      Ok, ich sehe schon: ich muss mal zeitnah Amila lesen. Ein paar seiner Bücher dümpeln schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner Merkliste rum. Sollte ich nächste Woche mal in Angriff nehmen…

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      • 3. November 2017 at 21:01
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        @Nicole: Hätte auf jeden Fall auch getippt, dass Du den Autor entweder auf der Leseliste oder gar schon gelesen hast. Da wäre ich auf jeden Fall neugierig, was Du sagst. Ich muss auch mal schauen, welchen Roman ich als nächsten nehme. 🙂

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        • 4. November 2017 at 11:28
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          @ Philly – Das geht mir manchmal auch so. Dann sitzt man vor seinem Rechner und irgendwie kriegt man das soeben Gelesene nicht auf Papier bzw. sucht man verzweifelt nach einem Ansatz, um den Titel und seinen Kern zu knacken. Mein Problem ist, dass ich mich tatsächlich gar nicht richtig auf eine neue Lektüre einlassen kann, wenn ich die alte nicht mit einer Besprechung abgeschlossen habe. Ist irgendwie schon eine Art zwanghaftes Verhalten, aber es hat sich mit den Jahren so ergeben. Deswegen kann es schon mal sein, dass ich an nem Sonntag drei Stunden auf nen leeres Word-Dokument starre, während neben mir das nächste verlockende Buch liegt. Was ich dann brauche, ist der erste Satz. Habe ich den, kommt der Rest meist wie von selbst. Dennoch gibt es oft Fälle, wo du dir das am Ende durchliest und denkst: Oh Mann, hätteste mal lieber nix geschrieben.

          Zur Sekundärliteratur: Könnte mir vorstellen, dass es da im Französischen eine Entsprechung bei Amila gibt. Falls ja, wäre eine Übersetzung aber wohl arg unwahrscheinlich, denn der Autor selbst ist hierzulande doch ein absoluter Unbekannter. Wenn einer dann für eine deutsche Ausgabe verantwortlich zeichnen würde, wäre es der Conte Verlag. Und für die wäre es dann mit Sicherheit ein dickes Verlustgeschäft.

          Ansonsten hast du Recht. Es bedarf eines Reifeprozesses bzw. eines gewissen Zeitraums, um überhaupt ermessen zu können, inwieweit der jeweilige Autor seine Literaturgattung bzw. sein Genre geprägt oder was seine Vita jetzt so einzigartig gemacht hat. Und eine Ausnahmestellung sollte dann gegeben sein, denn nichts gruselt mich mehr, als ein Buchladentisch mit McFadyen, Fitzek und Slaughter-Biographien. 😉 – Denn die würden garantiert wie blöde gekauft.

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          • 5. November 2017 at 14:56
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            Kann ich so nur unterschreiben, ich schreibe bevorzugt direkt nach dem Lesen die Besprechung, da ist der Sound noch im Ohr, sozusagen. Da das aber zeitlich nicht immer machbar ist und mir das Lesen von Büchern immer noch wichtiger ist als über sie zu schreiben, fange ich dann irgendwann zwangsläufig das nächste Buch an und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass ich zum vorherigen noch etwas zu Papier kriege. Abschließen kann ich aber auch ohne ausführliche Besprechung mit einem Buch ganz gut, ich habe da mein kleines Notizbuch, da werden alle Gedanken gesammelt und zu einem Ende gebracht. So für mich.

            Ansonsten, wenn ich unbedingt etwas über das Buch auf dem Blog bringen möchte, ja, dann sitze ich auch gerne mal ewig vor dem leeren Textdokument, und ja, absolut, wenn man erstmal den ersten Satz hat, läuft es dann oft wie von selbst, aber diesen Knotenlöser braucht es. Dennoch denke ich manchmal, ich sitze viel viel zu lange an so einer Besprechung. Aber es macht natürlich auch Spaß mit den Worten zu basteln. 🙂

            Ich schätze, zu Fitzek wird es tatsächlich in 50 bis 100 Jahren Forschungs- bzw. Sekundärliteratur geben. Ich kann mit seinen Romanen zwar nicht allzu viel anfangen, aber ich denke, seine Rolle für diese Art von populären Thriller ist schon recht groß. Gerade auch im deutschsprachigen Raum. Das ist ja nicht ohne Einfluss geblieben und wird rückblickend betrachtet bestimmt seine Wertung erfahren. Wäre nicht das erste Werk, das zu seiner Zeit trotz großem Ruhms von Fachleuten belächelt und später dann als genreprägend eingeordnet werden wird. 😉

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            • 6. November 2017 at 8:33
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              Stimmt, das Spiel mit den Worten, das Ausprobieren, im Geiste vorlesen und dann auch oft mal wieder löschen – das macht mir irgendwie großen Spaß. Das war bereits zu Schul- und Uni-Zeiten so. Und wenn man schlussendlich auf seine Besprechung blickt und sie einigermaßen so vorfindet, wie angedacht, ist das oft ein ziemlich gutes Gefühl.

              Der ursprüngliche Gedanke, als ich mit dem Rezensieren begonne habe, war eigentlich – und ist es auch immer noch – das jeweilige Buch in seiner Essenz zu erfassen und meine Einschätzung des Titels festzuhalten, um rückblickend jederzeit nachgucken zu können, wie er auf mich gewirkt hat. So habe ich anfangs auch mit Notizen angefangen, was dann aber irgendwann nicht mehr gereicht hat und zu wenig Informationen barg, weshalb die dann Texte länger und länger und länger wurden. 😉 Für manchen zu lang, aber ich versuche stets im Hinterkopf zu behalten, dass es erstmal mir gefallen und nutzen soll. Wenn andere ebenfalls Freude daran haben bzw. sie informativ finden, ist das die Kirsche auf der Sahne – die einen natürlich dann auch zusätzlich motiviert.

              Fitzek als genreprägend? Gott bewahre uns davor! *lach* Der Typ selbst ist ja wirklich extremst sympathisch, aber wenn er rückblickend überhaupt seine Ehren erhält, dann wahrscheinlich wirklich nur der reinen Menge an Titeln wegen. Mittlerweile kommen da ja schon mehrere Bücher pro Jahr.

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              • 6. November 2017 at 9:04
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                Das stimmt, es ist immer ein kleines, gutes Gefühl, wenn man seinen Text fertig hat und beim Korrekturlesen denkt, man hat sagen können, was einem im Kopf herumgeisterte. Und ja, mir hat das auch schon in der Schule Spaß gemacht, Deutschklausuren waren mir immer ein Fest, auch Geschichte. Und auch da hatte ich immer Probleme mit dem Kurzfassen. 😀

                Tatsächlich sind meine “privaten” Notizen noch weitaus ausführlicher als meine Besprechungen. 😀 Und die sind bei mir inzwischen auch ganz schön lang geworden, aber ich kann auch nicht anders. Ist halt so. Ich halte das da wie du, in erster Linie schreibe ich aus rein egoistischen Gründen und wenn dann jemand meine langen Texte lesen mag, freue ich mich wie Bolle. Aber es muss ja niemand. 😉 Ansonsten ist mir dein Anliegen und deine Motivation aber gänzlich vertraut, mit dem Rezensieren zu beginnen. Auch bei mir war der Gedanke, über Bücher zu schreiben, in erster Linie der Wunsch einer Art Dokumentation meiner Leseeindrücke. Das jetzt auf einem Blog zu tun, ist dann dem Wunsch nach Austausch mit anderen Lesern geschuldet, von denen es im realen Umfeld nicht allzu viele gab/gibt. Und vorallem dieses Gemeinschaftsgefühl, dass man hier Leser trifft, die genauso verrückt und akribisch und ausführlich und manisch Bücher lesen, kaufen, sammeln und darüber reden. That’s pretty nice, wie ein Freund von mir sagen würde. 😀

                Oh, genreprägend ist nicht zwingend meine Meinung, nur meine Überzeugung, dass er in der Fachliteratur in 100 Jahren definitiv seinen Platz haben wird. 😉 Ich mag mich irren. Lassen wir das die Leser der Zukunft entscheiden. 😀

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  • 4. November 2017 at 19:24
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    Vielleicht hast du dir tatsächlich zu viel vorgenommen (oder hättest du vielleicht vorarbeiten sollen?), aber ich fand die Idee jedenfalls toll. Und schön, dass du noch mal ein Fazit ziehst.
    Ich nehme auf jeden Fall mit, dass ich mir Manchette und Amila nochmal vornehmen muss.

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    • 4. November 2017 at 19:54
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      Vorgearbeitet hatte ich, sonst hätte ich das Projekt nicht in der Form aufgezogen, die ersten drei Besprechungen waren ja schon vorab fertig. Mehr vorzubereiten, ist zeitlich kaum machbar, dann hätte ich ja nichts, worüber ich in der Zwischenzeit bloggen könnte. Und ich hatte auch nicht vor, alles zu lesen, das hatte ich ja erwähnt, das wäre nie im Leben machbar gewesen, das war nur die Auswahl, auf die ich zugreifen wollte. Ich fand letztlich einfach den Zeitraum zu groß, zu unkalkulierbar, gerade was unerwartete Dinge privater Natur betrifft. Aber macht nichts, trotzdem einige schöne Titel gelesen. 🙂

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  • 6. November 2017 at 10:00
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    Das erinnert mich an meine Aktion mit japanischen Autoren. Ich hab sie wahnsinnig gern gelesen, hätte aber liebend gern mehr zu Papier/Blog gebracht. Da ich auf twitter mitbekommen habe, dass dank Ishiguro wieder Interesse an der Literatut besteht, will ich wieder im Frühjahr so über ein Viertel Jahr verstreut (ist für mich am realistischsten, wg aktiver Jobsuche und so) die Bücher & Autoren vorstellen 😀

    Ansonsten beliebäugel ist mit Vagas (Dank Messe & Tipps) und deinen beiden Comics hier unten, vor allem den der Rühr-mich-nicht-an-Dame :3

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    • 6. November 2017 at 11:03
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      Ich glaube, das Fräulein würde dir auch wirklich gefallen! 😉 Und bei Fred Vagas wäre ich wirklich gespannt, wie sie dir gefällt.

      Ja, manchmal denkt man sich das so schön zurecht und dann kommt das alles anders. Da ich drei der französischen Titel schon im Sommerurlaub gelesen und die Besprechungen vorbereitet hatte, ging es ja nicht völlig ohne ausführliche Besprechungen vonstatten, aber insgesamt hätte ich gerade Amila und Guez gerne ausführlich vorgestellt. Aber nun ist es so, im Oktober kam so viel dazwischen, das wichtiger war, da kann man nix machen. 🙂

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  • 6. November 2017 at 15:16
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    Das einzige Buch, welches ich schon kenne ist “Paris, die Nacht”. Und das fand ich sehr gut – kurz, aber sehr eindrucksvoll.
    Um Malet schleiche ich schon seit Ewigkeiten, aber ich hab immer die Befürchtung, dass er nichts für mich ist. Deine Meinung bestätigt mich jetzt ein wenig – muss ich also vielleicht nicht lesen. Wo es doch auch noch so viele andere Bücher gibt, die ich noch nicht kenne…
    Und dann kenne ich jetzt auch den “Donjon”. Den Tipp habe ich mir nämlich schon bei Dir geklaut. Ich habe nämlich beschlossen mal in Graphic Novels reinzusehen und bei Dir “geplündert”. Es sieht allerdings so aus, als hätte ich mit dem Fräulein anfangen sollen. “Donjon” war zwar gut, aber hat mich nicht so vom Hocker gerissen, trotz einschlägiger Rollenspielerfahrung.

    Im Übrigen kann ich Dich sehr gut nachvollziehen. Ich hab ja auch mal einen Monat nur mit deutschsprachigen Autoren verbracht. Und da gibt es zwar massig Auswahl, aber man schränkt sich eben doch ein. Themenwochen haben bei mir auch besser geklappt. Auch wenn ich momentan auch keine Themenwoche zustande brächte… 🙂

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    • 6. November 2017 at 15:42
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      Hm, ja, nee, also “Donjon” ist vielleicht zum Einstieg in Graphic Novels nicht so ganz günstig, gerade wenn ich so auf unsere sonstigen Lesevorlieben schaue. Das ist eher etwas leichtes, amüsantes für Zwischendurch und vom Zeichenstil auch schon etwas spezieller. Da wären eher die Noir-Graphic Novels von Schreiber & Leser das Richtige, glaube ich, da gibt es sehr sehr sehr tolle Stoffe und eine breite Auswahl, da lohnt sich ein Blick! Der erste Sin City-Band von Frank Miller wäre auch ein Tipp, oder Sachen von Ed Brubaker (Fatale) oder Alan Moore (V wie Vendetta!). Oder vielleicht auch “Transmetropolitan” von Warren Ellis, von ihm hattest Du doch auch schon einen Thriller gelesen, oder? Dann gibt es da noch “Preacher” von Garth Ennis, “Sandman” von Neil Gaiman. Vielleicht ist soetwas erstmal passender, um reinzuschnuppern?!

      @Themenmonat: Ja, du sagst es, trotz riesiger Auswahl will man genau dann eben doch etwas ganz anderes lesen. Trick 17 der Psyche oder einfach nur verwöhntes Lesergemüt, ich weiß auch nicht. 😀 Und wenn dann noch andere Dinge dazwischen kommen, ist es schnell vorbei mit den guten Vorsätzen. Aber so oder so muss ich sagen, dass ich die Bücher, die ich gelesen habe, ob ich sie nun gut oder schlecht fand, allesamt als lohnenswerte Erfahrung für die eigene Backlist verbuchen kann. Und bei Guez war die Trauer groß, dass es nun vermutlich ohne Polar sehr ungewiss bleibt, ob da noch mehr übersetzt wird.

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      • 18. November 2017 at 17:16
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        Ich seh schon – ich hätte einfach mal fragen sollen. Da hagelt es ja Tipps von Dir. Tatsächlich hab ich mir noch ein paar wenige zugelegt, in die ich jetzt nach und nach reinschnuppere. Die jetzigen Tipps werde ich mir natürlich noch ansehen, ob etwas für mich dabei ist. Maggy Garrison und Fräulein-rühr-mich-nicht-an fand ich schon mal sehr gut.

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        • 18. November 2017 at 19:03
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          Ja, da bin ich wie ein Unwetter und ratter wie ein Kassenautomat los. 😀

          Aber das freut mich ja seeehr, dass meine beiden Lieblingsdamen in diesem Comic-Jahr dir auch gefallen haben! Cool! 🙂 Von der guten Maggy habe ich mir letzte Woche auch den zweiten Band geholt und vom Fräulein habe ich seit meinem Geburtstag auch die Gesamtausgabe. Kann also erstmal nix schiefgehen. 🙂

          Bin auf jeden Fall neugierig, was du dir noch so herauspickst und wie es dir gefällt, lass uns da unbedingt wieder plaudern! 🙂

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          • 20. November 2017 at 12:42
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            So, Fatale und Sandman sprechen mich jetzt nicht so an, die anderen drei hab ich auf meine Wunschliste gesetzt. Für Schreiber & Leser muss ich mir mal richtig Zeit nehmen und durch das Programm schauen – aber schon mal vorab Danke für die vielen Tipps!

            Und, apropos Themenmonat/woche – hast Du Lust nächstes Jahr mal eine Themenwoche mit mir zu machen? Ich würde gerne mal wieder was mit Dir zusammen machen.

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            • 20. November 2017 at 13:04
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              Sehr gerne! Ich bin gespannt, was sich am Ende als deine Vorlieben herausstellen werden, bei mir funktionieren Comics/Graphic Novels oft auf einer ganz anderen Ebene als Romane, also sowohl was die Themen und das Interesse daran betrifft als auch so vom Zugang her.

              Und da brauche ich nicht lange nachzudenken, ja super gerne! 😀

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              • 20. November 2017 at 15:33
                Permalink

                Ja, wie cool! Da freu ich mich aber.
                Hast Du schon Lust was zu planen oder sollen wir da noch ein wenig warten?

                Und mit den Graphic Novels halte ich dich natürlich up to date!

                Reply
                • 20. November 2017 at 16:02
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                  Können da gerne schon mal im Messenger oder per Mail ein paar Ideen und Gedanken austauschen! 😀 Der frühe Vogel und so …

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