Der Indiebookday 2017 – Buchtipps

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Morgen ist wieder Indiebookday! Am Samstag, den 18. März 2017 jährt sich bereits zum 5. Mal die Aktion, die vom mairisch Verlag 2013 initiiert wurde. Der Tag für die kleinen und unabhängigen Verlage. Denn ohne sie wäre die Literaturlandschaft um einiges fader. Sie füllen Nischen, bereichern das Sortiment und sorgen mit ihrer bunten Vielfalt dafür, dass für so ziemlich jeden Menschen ein passendes Buch auf dem Markt zu finden ist.

Um diese Arbeit zu würdigen und zu unterstützen, wurde der Indiebookday ins Leben und die Leser dazu aufgerufen, an diesem Tag in eine Buchhandlung zu gehen und ein Buch zu kaufen, das aus einem kleinen, unabhängigen Verlag stammt. Dann zückt man sein Smartphone oder schießt auf anderem Wege ein Foto von seinem Buch und lädt dies in den sozialen Netzwerken hoch, versieht es mit dem Hashtag #indiebookday und sorgt so für einen kleinen Spot auf die unabhängigen Verlage. Und findet nebenbei noch einen Haufen Tipps und Empfehlungen von anderen Lesern.

Eine Orientierungshilfe bei der Frage, ob ein Verlag »unabhängig« ist, kann diese Auflistung auf dem Hotlist-Blog bieten.

Unabhängig davon, dass die Indie-Verlage das ganze Jahr über gelesen und gesehen werden sollten, ist solch eine Aktion eine, wie ich finde, wirklich schöne Sache und überhaupt darf es ruhig mehr Literatur-bezogene Feiertage im Jahr geben. Der Indiebookday hat sich inzwischen erfreulicherweise etabliert und es ist mir ein Vergüngen und Anliegen, jedes Jahr auch hier auf dem Blog ein paar Empfehlungen zusammenzutragen und vorzustellen. Wer also noch Anregungen für unabhängige Lesefreude sucht, hier ein paar Tipps von mir:

 

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Jakob Arjouni – Happy Birthday, Türke!

Ein wunderbares Stück Kriminalliteratur ist »Happy Birthday, Trüke!« von dm 2013 verstorbenen Jakob Arjouni. Der Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya hat hier seinen ersten Auftritt, die Taschenbuchausgabe liegt im Diogenes Verlag vor, ich möchte euch aber heute die Ausgabe aus der Edition Büchergilde empfehlen, denn die ist ein wahrer Hingucker und durch den Illustrator Philip Waechter sehr kunstvoll bebildert.

Zudem ist dies Krimi, den man lesen sollte, wenn man sich ein schlüssiges Bild von der jüngeren, deutschsprachigen (Kriminal-)Literatur machen möchte.

Ausführlicheres gibt es hier in meiner Besprechung.

 

 

stefanie gregg duft nach weiss indiebookday 2017

Stefanie Gregg – Duft nach Weiß

Als ich im November letzten Jahres »Duft nach Weiß« beendet hatte, war mein erster Gedanke die Frage, warum zum Geier dieser Roman nicht auf Platz 1 sämtlicher Bestseller-Listen steht. Da er dort, meines Wissen nach, immer noch nicht prangt, muss ich die Gelegeneheit nutzen und ihn heute noch einmal ins Licht zerren.

Der Pendragon Verlag ist dem geneigten Krimileser ein guter Bekannter im heimischen Regal, aber auch für Nicht-Krimileser gibt es dort immer wieder fabelhafte Bücher (kürzlich erst »Von allen guten Geistern« von Andreas Kollender). Und so läuft auch Stefanie Greggs Roman unter dem Label »Literatur bei Pendragon« und ist die emotionalste unter meinen Empfehlungen heute. Es kann nur als Gewinn betrachtet werden, diesen Roman zu lesen.

Mehr dazu gibt es wieder hier in meiner Besprechung.

 

 

indiebookday 2017 ross thomas umweg zur hoelle

Ross Thomas – Umweg zur Hölle

Wer Hap und Leonard von Joe R. Lansdale mag, wird auch Artie Wu und Quincy Durant von Ross Thomas lieben. Buddy-Movie lässt grüßen, nur gibt es hier bei Ross Thomas noch dazu feinste Plotkunst zu erleben.

Ein Buch, das mich beim bloßen Anblick immer wieder begeistert, weil die Figurenzeichnung und die Dialoge ein kleines Fest sind und bei diesem Thriller Humor und Intelligenz aufeinander treffen. Eine sexy Mischung, die dank des Alexander Verlags Berlin in Rahmen der Ross-Thomas-Edition neu aufgelegt wurde.

Auch hier gibt es detaillierteres in meiner Besprechung.

 

 

gary victor schweinezeiten indiebookday 2017

Gary Victor – Schweinezeiten

Meine aktuelle Krimi-Perle ist dieser bereits 2013 bei Litradukt erschienene Roman von dem haitianischen Autor Gary Victor. Litradukt ist ein Kleinverlag, der sich auf Literatur aus Haiti und der Karibik spezialisiert hat, auch hier dürften wieder Nicht-Krimileser im Verlagsprogramm fündig werden.

Von »Schweinezeiten« so angetan bin ich, weil dieses Buch es geschafft hat, mir etwas komplett Neues zu erzählen, eine Geschichte, die ich weder so noch anders schon einmal gelesen habe. Dazu ist sie furchtbar ehrlich und tragisch und dabei trotzdem beherzt und gleichzeitig spannend.

Auch dazu noch ein bisschen mehr in meiner Besprechung.

 

 

Wem das noch nicht genügt, hier geht es zum Beitrag vom letzten Jahr mit noch mehr Indie-Tipps.

Ich hoffe, ihr könnt mit den Empfehlungen etwa anfangen! Vielleicht dienen sie ja sogar als Anregung, euch die Verlage näher anzuschauen und deren spannende Programme zu entdecken. Allen, die morgen ein schickes Buch kaufen werden, wünsche ich viel Spaß dabei! Und ich hoffe, wir lesen uns dann unter dem Hashatg #indiebookday im Netz!

In diesem Sinne, immer schön lesen und fröhlich bleiben! 😉

 

 

2 Kommentare zu “Der Indiebookday 2017 – Buchtipps

  • 18. März 2017 at 12:07
    Permalink

    Mal schaun, was der Reuffel hier so hergibt. Das ist der Buchladen neben der Arbeit, der meist ne gute indiebook Auswahl hat. So was wie die Mayersche, mit ihrer Top-Auswahl in der Hinsicht, gibts hier leider nicht mehr *schnief* Ich berichte nachher auf insta was ich entdeckt hab 😀

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