Der Indiebookday 2016 – Buchtipps

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Am Samstag, den 26. März 2016 ist es wieder soweit, es ist Indiebookday! Bereits zum vierten Mal in Folge ruft der Mairisch Verlag zum Tag der unabhängigen Verlage. Das Prinzip ist auch in diesem Jahr noch das gleiche:

Indiebookday Logo Stern orangeAm Samstag, den 26. März 2016 in eine Buchhandlung gehen, ein Buch aus einem unabhängigen Verlag kaufen, ein Foto davon in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #indiebookday teilen und so den unabhängigen Verlagen, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass die Literaturlandschaft vielfältig bleibt, ein wenig mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Und auch wer im Internet kein Foto davon posten kann, macht jedem unabhängigen Verlag eine Freude mit dem Kauf eines seiner Bücher. Und das natürlich an jedem Tag im Jahr! Doch wie das im Leben so ist, wer nicht so laut schreit, wird oft überhört und gerade für die kleineren Verlage, die nicht so viele Moneten in aufwendiges Marketing stecken können, ist ein medialer Hotspot wie der Indiebookday eine tolle Möglichkeit, den Lesern zu zeigen, dass es sie gibt.

Weitere Informationen zum Indiebookday gibt es auf der offiziellen Website.

 

Indie-Krimi

Auch im Krimibereich sind es gerade die kleinen Verlage, die die Leser immer wieder mit besonderer Literatur versorgen, die sich die Mühe machen, auch ältere Werke neu zu verlegen und Altmeister wieder auf den Tisch zu bringen ebenso wie neue Stimmen der Krimi-Szene zugänglich zu machen.

Deshalb habe ich für den Indiebookday ein paar Empfehlungen zusammengetragen, Kriminalromane von unabhängigen Verlagen, die ich Interessierten unbedingt und dringend ans Herz legen möchte. Ich war von jedem Einzelnen sehr angetan. Bei allen Verlagen lohnt übrigens in einer freien Minute ein Besuch auf der jeweiligen Website, dort kann sich man durch die Programme klicken und wird ohne Zweifel noch mehr Titel für sich entdecken.

 

Meine Buchtipps für den Indiebookday

 

Buch Die Verbrannten von Antonio OrtunoKlappentext: Santa Rita, ein unbedeutendes Kaff im Süden Mexikos. In einer Notunterkunft für zentralamerikanische Flüchtlinge auf dem Weg in die USA wird ein Feuer gelegt, dem zahlreiche Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fallen. Irma, genannt La Negra, wird zur Untersuchung des Vorfalls geschickt. Dort sind ihre Nachforschungen wenig willkommen. In einem Land, wo Zentralamerikaner allenfalls als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden und wo Behörden, Polizei und kriminelle Banden gemeinsam ein zynisches Geschäft betreiben, das noch den letzten Peso aus den Flüchtlingen herausquetscht, kann es tödliche Folgen haben, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Mein Kommentar: Lest dieses Buch. Gerade jetzt. Immer. Das ist Literatur, der man Beachtung schenken sollte, nicht dem verknautschen Seelenleben eitler Schreiberlinge. So.

 

 

Buch Gier von Garry DisherKlappentext: Wyatt ist Einzelgänger und von Beruf Verbrecher. Die Rechtsanwältin Anna Reid erzählt ihm von $ 300.000 Schwarzgeld im Safe ihres Partners. Zusammen schmieden sie einen Plan für einen Raubüberfall. Doch andere kommen ihnen in die Quere: Bauer, der Troubleshooter einer Organisation in Sydney, der sein Handwerk in Südafrika lernte, wo er reihenweise Schwarze umlegte. Ivan Younger, Hehler und Strohmann für alle Arten von windigen Geschäften und sein Brutalo-Bruder Sugarfoot, ein primitiver Cowboy-Punk, der die Schnauze voll hat, immer nur den Rausschmeißer und Schulden-eintreiber für seinen Bruder zu mimen.

Mein Kommentar: Berufsverbrecher Wyatt ist ein ruhiger Typ, ein Profi, wenn es darum geht, einen Coup zu planen. Ihm dabei über die Schulter zu schauen, macht viel Freude.

 

 

Buch Driver von James SallisKlappentext: Driver ist kein Verbrecher. Jedenfalls nicht im engeren Sinne. Er ist nur der beste Stuntfahrer, den man in Hollywood kriegen kann. Und manchmal fährt er bei Raubüberfällen den Flucht-wagen, obwohl ihn das gar nicht so richtig interessiert. Genauso wenig wie die Hollywoodfilme. Eigentlich will er nur fahren. Aber dann läuft einer dieser Überfälle schief, und Driver findet sich in einem schäbigen Motel in Arizona wieder, mit mehreren Leichen im Zimmer und einer Tasche voller Geldscheine. Eigentlich sollte auch er tot sein, denn der Raubüberfall war eine abgekartete Sache …

Mein Kommentar: James Sallis ist kein Autor. Er ist einer der besten Sprachpoeten, den wir aktuell dankenswerter Weise im Bereich der Kriminalliteratur einordnen dürfen. Seine Geschichten sind das eine, wie er sie erzählt, das andere. Jeder Krimimensch sollte einmal einen Sallis gelesen haben.

 

 

Buch Wilder Winter von Joe R. LansdaleKlappentext: Hap Collins: weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer. Leonard Pine: schwarz, schwul, Vietnamveteran. Die beiden ungleichen Freunde haben schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen Wintermorgens tauchen Haps Ex-Frau Trudy und ein paar Kumpels aus den 60er Jahren auf, die den bewaffneten Kampf gegen das Establishment wiederbeleben wollen.

Mein Kommentar: Eine Gaunergeschichte vom Feinsten, flapsiger Humor, lässige Typen, interessante Themen und eine wilde Story. Auftaktband zur Hap-und-Leonard-Reihe, die in den USA gerade als TV-Serie startet. Lansdale schreibt die Abenteuer der beiden bereits seit 1990, gerade ist der 8. Band erschienen.

 

 

Die Bücher hier habe ich alle wirklich sehr gerne gelesen und wenn Euch bei einem Buch der Klappentext reizt, könnt ihr schon nicht mehr viel verkehrt machen, die Titel sind für ihr jeweiliges Genre gelungene Vertreter.

In diesem Sinne, lest und bleibt unabhängig, im Kopf und im Herzen!

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