Verlagsschau – Neuerscheinungen im Januar 20.17

titelbild verlagsschau

Jeden Monat erscheinen reihenweise neue, interessante Bücher. Für die Verlagsschau sichte ich grob die Novitäten und stelle eine Auswahl an Titeln zusammen, die mir beim Durchblättern der Verlagsprogramme aufgefallen sind und vielversprechend erscheinen. Und ich erzähle kurz, warum. Los geht es, hier ist meine Auswahl für den ersten Monat des neuen Lesejahres!

wortgestalt buchblog verlagsschau neuerscheinungen januar 2017


© dtv

Travis Mulhauser – Sweetgirl

Klappentext: Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.

erscheint am 13.01.2017 bei dtv | EUR 14,90

Mein Kommentar: Ja ja, schon wieder ein Buch mit dem Zauberwort »Girl« im Titel. Nach »Gone Girl«, »Girl On The Train«, »Gun Street Girl« und diversen anderen Kombinationen hat es inzwischen eine schon fast abschreckende Wirkung. Aber, hey, ich meine »Girls Just Wanna Have Fun« und überhaupt, Girls sind wundervoll. Also lassen wir das mal außen vor und konzentrieren uns auf den Inhalt. Und der klingt hier irgenwie reizvoll. Ich kann völlig daneben liegen mit meinem Eindruck, aber da klingt so ein Hauch Skurrilität in dem Klappentext durch und wenn es gut geschrieben ist, dann könnte die Geschichte viel Spaß machen.

 

 

© Rowohlt

Peter Høeg – Der Susan Effekt

Klappentext: Sie waren eine dänische Vorzeigefamilie, doch jetzt werden sie von der Polizei gesucht: Laban Svendsen, der Komponist, Susan, die Experimentalphysikerin, und ihre 16jährigen Zwillinge. Ein hochrangiger Justizbeamter schlägt Susan einen Deal vor. Er wird ihre Familie retten, wenn sie ihm das geheime Protokoll eines wissenschaftlichen Gremiums beschafft, das die Gefahren der Zukunft erforscht. Doch plötzlich kommt ein Mitglied dieser sogenannten Zukunftskommission nach dem anderen um – und das auf grausame Weise. Susan begreift, dass sie es mit einem kriminellen Interessengeflecht in besten Kreisen zu tun hat. Mit irrwitzigen Einfällen, technischem Knowhow und ihrem einzigartigen Susan-Effekt kämpft sie darum, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

erscheint am 20.01.2017 bei Rowohlt | EUR 10,99

Mein Kommentar: »Der Susan Effekt« erschien bereits im Sommer 2015 als gebundene Version, hier folgt nun die Taschenbuchausgabe. Und auf die warte ich schon, man könnte sagen, sehnsüchtig. Denn eine kluge Frau, ein komplexer Plot und eine rasante, fesselnde Handlung versprechen Kritikerstimmen und wenn ich das zu dem Klappentext addiere, kommt ein Buch dabei heraus, auf das ich in hohem Maße neugierig geworden bin und auf das ich mich ganz besonders freue.

 

 

© ars vivendi

Tom Bouman – Auf der Jagd

Klappentext: »In der Nacht, bevor wir die Leiche fanden, konnte ich nicht schlafen.« So beginnt die Geschichte des US-Dorfpolizisten Henry Farrell, Ex-Somalia-Kämpfer und Witwer, der sich auf einen gemütlichen Job in den gottverlassenen Wäldern im Nordwesten von Pennsylvania eingerichtet hat – und dort eine ganze Weile nicht zum Schlafen kommen wird. Die Einheimischen, dickschädelige, traditionsbewusste Nachkommen irischer Einwanderer, ernähren sich mehr schlecht als recht von dem, was das Land hergibt, ignorieren die Staatsmacht und pflegen ihre Waffen. Doch die Gemeinschaft wird nicht nur von mexikanischen Drogenkartellen und verborgenen Crystal-Meth-Küchen bedroht: Ein Fracking-Unternehmen setzt alles daran, die örtlichen Schiefergasvorkommen auszubeuten und lockt mit viel Geld für Grundstücke. Als einer der Einsiedler eine Leiche auf seinem Land findet, beginnt für Henry Farrell die Jagd nach dem Killer

erscheint am 15.01.2016 bei Ars Vivendi | EUR 20,00

Mein Kommentar: Das klingt einfach gut und spannend und interessant. Da tönt so ein bisschen Country Noir durch, etwas rau, ein bisschen White-Trash vielleicht. Und so eine Geschichte, die im Hinterland der USA spielt, nicht in den großen Ballungsräumen, finde ich rein durch die Atmosphäre schon immer vielversprechend. Der Name des Autors, Tom Bouman, ist mir dabei noch gänzlich unbekannt, was daran liegen wird, dass mit »Auf der Jagd« sein Debüt vorliegt.

 

 

© Piper

Paul Finch – Schwarze Witwen

Klappentext: Eine junge Frau steht am Straßenrand, ein Mann hält an und nimmt sie ein Stück mit. Kurz darauf wird der Fahrer tot und grausam verstümmelt im Wald gefunden – das erste von vielen Opfern. »Jill the Ripper«, wie die Killerin von der Presse bald getauft wird, versetzt ganz England in Angst und Schrecken. Die junge, ambitionierte Polizistin Lucy Clayburn schwört sich, diesen Morden ein Ende zu setzen. Verdeckt ermittelt sie in der Unterwelt Manchesters – und ahnt nicht, dass der Chef des brutalen Syndikats »The Crew« ihr dicht auf den Fersen ist …

erscheint am 12.01.2017 bei Piper | EUR 9,99

Mein Kommentar: Paul Finch hatte mich schon 2014 mit seinem Thriller »Mädchenjäger« sehr sehr gut unterhalten, da mochte ich den etwas angerauten Ton und das Milieu, in dem die Handlung spielte. Trotzdem war ich nachlässig genug, die Folgebände zwar brav bei Erscheinen gekauft, sie bisher aber nicht gelesen zu haben. »Schwarze Witwen« ist der Auftaktband zu einer neuen Reihe, und meinem Muster folgend, werde ich auch diesen neuen Finch erwerben, um dann mit meinem Muster zu brechen und das Buch auch zu lesen. Genau so.

 

 

Bernhard Aichner – Totenrausch

Klappentext: Das furiose Finale der Totenfrau-Trilogie. Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal …

Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss – denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

erscheint am 09.01.2017 bei btb | EUR 19,99

Mein Kommentar: Es ist soweit. Blums Finale. Natürlich muss ich das lesen. Denn »Totenfrau«, der erste Band dieser Trilogie, hat mich seinerzeit extrem bezirzt. Aichners Schreibstil zusammen mit dieser Figur Blum ist eine granatenhafte Kombination. Aber auch Geschmackssache. Nicht jeder mag seinen Stil, diesen stakkatohaften Rhythmus seiner Sätze, die oft nur aus wenigen Worten bestehen. Ich fand es irrsinnig toll, dieses Leseerlebnis, das ich so noch nicht kannte. Nun steht nach dem Mittelband »Totenhaus« der Abschluss der Geschichte an und ich bin auch hier voller Neugier und ich habe mir ganz bewusst keine große Vorstellungen davon gemacht, was da kommen wird. Es wird sich irgendwie ausgehen, da bin ich mir sicher.

 

 

Außerdem neu als Hardcover:

Von Kate Mosse erscheint ein neuer Roman im Hause Droemer, »Der Kreis der Rabenvögel« spricht im Klappentext von einer jungen Frau, die als Tochter eines Tierpräparators in einem kleinen Dorf in Englang lebt, es ist das Jahr 1912, es gibt Zurückgezogenheit, seit einem Sturz verlorene Erinnerungen an die Kindheit, Sümpfe, eine Leiche, und das alles ist ab den 10.01.2017 im Handel erhältlich.

Denis Johnson legt mit »Die lachenenden Ungeheuer« ab den 20.01.2017 bei Rowohlt ein neues Werk vor. Auf der Verlagshomepage liest man von einem »aufwühlenden, schnellen, dunklen Abenteuer- und Spionageroman in der Tradition von Joseph Conrad und Grahan Greene«. Wenn ich mir das so recht betrachte, gehört dieses Buch direkt gekauft.

Und dann gibt es da noch einen neuen Roman von Castle Freeman. Dieser konnte mich im letzten Jahr mit »Männer mit Erfahrung« zwar nicht vollends in Euphorie versetzen (es gab da so einige Längen in den Dialogen …), aber die Story ansich war schon klasse, und wenn ich mir den Klappentext zu »Auf die sanfte Tour« so durchlese (was ihr mit einem Klick auf den Buchtitel ebenfalls tun könnt), dann denke ich, dass ich mir den Autor noch einmal vornehme.

 

Jetzt als Taschenbuch erhältlich:

Bei diesen Büchern handelt es sich um die Taschenbuchausgaben bereits erschienener Hardcover bzw. Broschuren:

»In den Straßen die Wut« von Ryan Gattis wurde von Kritikern und Lesern hoch gelobt. Nicht ganz anschließen kann ich mich den Huldigungen, wenn es darum geht, dass Gattis seinen zahlreichen Protagonisten je eine ganz einzigartige Stimme verpasst hat. Denn das ist dem Autor in meinen Augen nicht gelungen, mit den vielen Perpektiven hat er sich übernommen, hat es eben nicht geschafft, jeder Figur eine eigene Stimme zu verpassen. Aber dennoch war das Buch thematisch großartig, die Unruhen in L.A. 1992 finden sich hier sehr bildgewaltig und mächtig dargestellt. Das Taschenbuch ist ab den 20.01.2017 im Handel.

Von Bielefeld & Hartlieb gibt es ab den 18.01.2017 die Taschenbuch-Version des Krimis »Im großen Stil«, dem vierten Fall für das Ermittler-Duo Anna Habel und Thomas Bernhardt.

»Der Dieb« von dem japanischen Autor Fuminori Nakamura ist ein Thriller und ein Roman, ein wenig eigen, elegant, bedacht, doch irgendwie unverkenntbar japanisch vom Ton her, wenn man an Murakami denkt. Das Taschenbuch ist ebenfalls ab den 18.01.2017 im Handel verfügbar.

Und zu guter Letzt noch von der Autorin Petra Reski der zweite Band der Reihe um die Staatsanwältin Serena Vitale und ihren Ermittlungen im Dunstkreis der Mafia. »Die Gesichter der Toten« erscheint am 20.01.2017.

 

So fängt das neue Jahr eigentlich ganz aussichtsreich an. Harren wir also der Dinge, die da so kommen mögen. In diesem Sinne, Euch allen einen formidablen Start in ein neues Buchjahr und lest, wo und wann ihr nur könnt!

7 Kommentare zu “Verlagsschau – Neuerscheinungen im Januar 20.17

  • 1. Januar 2017 at 15:00
    Permalink

    Die neue Reihe von Finch hab ich auch fest im Visier! Wobei ich da meiner englischen Linie treu bleibe und sie auf englisch hole 😛 Bei der ersten Reihe gehts mir wie dir…ersten Band verschlungen,mehr geholt, verstaubt aufm SUB -.-

    “Auf der Jagd” hab ich auch schon auf dem Notizettel! Mal schaun, was uns erwartet 😀

    Reply
    • 1. Januar 2017 at 16:04
      Permalink

      Hach je, dann haben wir Finch also gemeinschaftlich sträflich vernachlässigt. Vielleicht kommt nach den Schwarzen Witwen ja ein kleiner Finch-Flash und wir kriegen den Anschluss wieder! 😉

      “Auf der Jagd”, da bin ich wirklich sehr sehr gespannt.

      Reply
      • 1. Januar 2017 at 19:35
        Permalink

        Das klappt bestimmt! 🙂

        [mir ist grad ma aufgefallen, dass ich bei dir irgendwie via WP keine Benachrichtung über neue Kommis bekomme – bei anderen WP-Blogs bekomm ich die rechts oben angezeigt … mmmh]

        Reply
        • 2. Januar 2017 at 9:16
          Permalink

          Ich schließe mich an – ersten Teil gelesen und gekauft, zweiten Teil gekauft, auf den SUB gelegt und natürlich hin und wieder abgestaubt… 🙂

          Reply
          • 2. Januar 2017 at 12:08
            Permalink

            Das schreit nach einer gemeinsamen Entstaubungs-Aktion XD

            Reply
  • 3. Januar 2017 at 18:33
    Permalink

    “Auf der Jagd” und “Schwarze Witwen” stehen auf meiner Einkaufsliste ganz oben. Die Heckenburg-Reihe fand ich sehr unterhaltend (hab da aber auch nur die ersten drei Bände bis jetzt gelesen, hinke aber generell nun beim Lesen ca. 1 1/2 Jahre hinterher).

    “Sweetgirl” klingt ja interessant und hatte ich bis jetzt gar nicht im Visier.

    Ein tolles 2017er dir!

    Reply
    • 5. Januar 2017 at 13:24
      Permalink

      Ja, ich bin wirklich neugierig, ob sich “Sweetgirl” lohnt oder ob es sich doch als Flopp erweist. 🙂

      Da hast du mir bei Finch aber doch einiges voraus´! Ich hoffe ja auf einen Schub nach den schwarzen Witwen. 😉

      Danke, Iris, dir auch ein tolles Jahr!!

      Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.