Verlagsschau im April 20.17

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Jeden Monat erscheinen reihenweise interessante Bücher. Für die Verlagsschau sichte ich grob die Novitäten und stelle eine ganz subjektive Auswahl an Titeln zusammen, die mir beim Durchblättern der Verlagsprogramme aufgefallen sind und die in meinen Augen vielversprechend klingen. Und ich erzähle kurz, warum. Los geht es, hier ist meine Auswahl für den April!



© Tropen Verlag

Apostolos Doxiadis – Der Menschen Wolf

Klappentext: Was würden wir tun, wenn wir wüssten, wann wir sterben? Ben Frank hat Blut an seinen Händen. Bei einer Kneipenschlägerei tötet er den Sohn des berüchtigten Mafiabosses Tonio Lupo. Und dieser sinnt auf Rache: Auch Franks Söhne sollen in dem Alter ermordet werden, in dem sein Sohn starb. Schicksal, Zufall, bewusste Entscheidungen: ein spannender Rache-Thriller über die Frage, wie wir dem Tod ein Schnippchen schlagen können.

Al, Nick und Leo Frank sind sich keiner Schuld bewusst. Doch der vom Tode gezeichnete Mafiaboss nimmt seine Rache ernst: Er setzt einen Profikiller auf die drei Brüder an, der sie umbringen soll, sobald sie 42 Jahre alt sind. Während Al sich durch Reichtum zu schützen sucht, flüchtet Nick in den Glamour von Hollywood, um sich unverwundbar zu machen. Nur der jüngste Bruder Leo ist noch zu klein, um von dem Fluch zu erfahren, und führt zunächst ein unbeschwertes Leben. Aber auch für den Profikiller stellt sich die Frage, wie er leben soll, bis seine Opfer ihr entsprechendes Alter erreicht haben.

erscheint am 08.04.2017 bei Tropen | EUR 22,00

Mein Kommentar: Das klingt einfach zu gut (und sieht auch noch verdammt gut aus), als dass ich es ignorieren könnte. Rache ist zwar ein immer wiederkehrendes Motiv im Thriller-Genre, aber hier sind die Figurenkonstellation und das Motiv des Memento Mori etwas, das mir die Finger kribbeln lässt. Ich bin furchbar neugierig auf die Umsetzung.

 

 

© Aufbau Verlag

Forrest Leo – Der Gentleman

Klappentext: London, Pocklington Place, um 1850: Lionel Savage, ein fauler Aristokrat, 22 Jahre alt, Dichter, kann keine Zeile mehr zu Papier bringen, seitdem er geheiratet hat. Fest entschlossen, seiner untragbaren Lage durch Selbstmord zu entkommen, will Savage sich erschießen. Doch dann fällt ihm ein, dass er das seinem treuen Butler Simmons nicht zumuten kann. Man bedenke nur all die Körperflüssigkeiten, die es aufzuwischen gälte. Kaum hat er also den Selbstmordgedanken verworfen, spaziert ein freundlicher Gentleman in sein Arbeitszimmer: der Teufel höchstpersönlich.

erscheint am 11.04.2017 bei Aufbau | EUR 20,00

Mein Kommentar: Viktorianisches England, ein fauler Dichter und der Teufel, auch daran kann ich nur schwer vorbeigehen. Der Verlag spricht auf seiner Homepage von einem Roman, wie er bisher noch nicht geschrieben wurde: exzentrisch, viktorianisch, waghalsig – ein großes Stück Abenteuerliteratur. Ja da bin ich doch dann mal dabei.

 

 

© Polar Verlag

Ken Bruen – Brant

Klappentext: Nachdem Detective Sergeant Brant sich über alle Regeln hinweggesetzt und in einer Billardkneipe einen Randalierer bewusstlos geschlagen hat, wird eine junge Polizistin auf der Straße von einem Unbekannten erschossen. Der Sensationsreporter Harold Dunlop, der sich in seinen Artikeln besonders bei der Diffamierung von Brant hervorgetan hat, erhält von dem Polizistenmörder einen Anruf, bei dem der Mörder offenbart, er wolle insgesamt acht weitere Polizisten töten. Unmittelbar danach erschießt er einen Polizisten in dessen Dienstfahrzeug. Zusammen mit Detective Inspector Porter Nash wird ein Ermittlerteam gebildet, das den Cop-Killer so schnell wie möglich fassen soll. Was, wenn jedoch der Täter gefasst und wieder freigelassen wird? Sollte man den Mörder davonkommen lassen? Weil man sich ans Gesetz hält? Detective Sergeant Brant hat da seine eigenen Methoden.

erscheint im April/Mai 2017 bei Polar | EUR 16,00

Mein Kommentar: Eine weiterer Kriminalroman aus der Brant-und-Roberts-Reihe ist für mich nach der geradezu euphorischen Lektüre von »Füchsin« und »Kaliber« ein Pflichtkauf. Nur irgendwie ärgerlich, dass die Bände in umgekehrter Reihenfolge aufgelegt werden. Während der 6. Band der Reihe »Kaliber« 2015 vom Polar Verlag auf den deutschsprachigen Markt gebracht wurde, setze man 2016 mit »Füchsin« den fünften Band nach, 2017 folgt nun mit »Brant« Band Nummer 4. Wird seine Gründe haben, macht aus Lesersicht aber nicht so viel Spaß.

 

 

© Unionsverlag

Petra Ivanov – Erster Funke

Klappentext: Bruno Cavalli steht kurz vor einem Ermittlungserfolg, als ihm jemand zuvorkommt: Der Schweizer Bankangestellte, der sensible Kundendaten gestohlen hat, liegt ermordet in einem finsteren Hangar in New York. Zusammen mit der Staatsanwältin Regina Flint folgt Cavalli den Spuren des Killers bis nach Washington. Obwohl Cavallis unorthodoxe Ermittlungsmethoden Flints Vorstellungen von Verbrechensbekämpfung gehörig umkrempeln, kommen die beiden sich immer näher – und geraten ins Netz der Mafia.

erscheint am 03.04.2017 im Unionsverlag | EUR 19,00

Mein Kommentar: Die Schweizer Autorin Petra Ivanov erzählt in diesem Kriminalroman von den Anfängen ihres Ermittler-Duos Regina Flint und Bruno Cavalli. Eine Verfolgungsjagd durch New York und Washington und die lange Arme der Mafia, das klingt groß. Die 2005 gestartete Reihe kenne ich bisher noch nicht, finde den sich hier bietenden Einstieg aber verlockend.

 

 

 

© Unionsverlag

James McClure – Caterpillar Cop

Klappentext: Jonathan hat sich sein erstes Rendezvous mit Penny anders vorgestellt. Kaum kommen sie sich näher, spürt er die Blicke eines Beobachters. Wutentbrannt stürmt er los, um dem vermeintlichen Spanner eine Lektion zu erteilen. Doch als er ihn hervorzerrt, sackt dieser zusammen: Der Unterleib ist blutüberströmt. Lieutenant Tromp Kramer erfährt, dass es sich bei dem Toten um den 12-jährigen Boetie handelt, der mit einem Draht erdrosselt und erbarmungslos verstümmelt wurde. Nun beginnt für Kramer und Sergeant Zondi eine intensive Zeit der Investigation. Ein grausamer Mord an einem Kind – das ist auch für die beiden erfahrenen Ermittler ein harter Brocken. Zudem sitzt ihnen der neue Colonel höchstpersönlich im Nacken; genauso wie die Witwe Fourie, Mutter von vier Kindern.

erscheint am 03.04.2017 im Unionsverlag | EUR 13,95

Mein Kommentar: Kramer und Zondi gehen in die dritte Runde, nach »Song Dog« und »Steam Pig« folgt nun der nächste Südafrika-Thriller, der Unionsverlag schiebt auch gleich noch mit »Gooseberry Fool« den vierten Band hinterher, weitere werden folgen. Und halten wir einfach einmal kurz inne und bejubeln das fantastische Artwork der Cover in diesem genialen Street-Art-Look. Da macht das Hinschauen schon so viel Bock, wie viel Freude wird dann erst das Lesen bereiten?!

 

Soweit meine Sichtungen für den April. Es tummeln sich sicherlich noch zahlreiche andere, interessante Novitäten in den Läden, ich bin gespannt, worauf ihr euch im April freut! Habt derweil ein schönes Wochenende und immer fleißig lesen!

14 Kommentare zu “Verlagsschau im April 20.17

  • 1. April 2017 at 20:03
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    Hallo,
    wieder interessante Bücher die du da ausgesucht hast! „Der Gentleman“ springt einem sofort an, das Cover hat was. Und der Klappentext erst! Ich wollte eigentlich endlich den SuB abbauen, aber das klingt soooo verlocken!

    LG

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    • 4. April 2017 at 15:38
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      Hallo Nenatie!

      Ja, das stimmt, »Der Gentleman« hat ein wirklich augenfälliges Cover. Ich bin auch wirklich neugierig auf die Geschichte. 😀

      Liebe Grüße!

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  • 1. April 2017 at 20:10
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    Besten Dank! „Der Gentleman“ hatte ich nicht auf dem Schirm. Der kommt gleich auf den Merkzettel.

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    • 4. April 2017 at 15:40
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      Gerne! Ist mir im Programm auch tatsächlich „nur“ wegen dem Teufel, den man in der Collage erkennt, aufgefallen, dann hat aber auch der Klappentext gewirkt. Mal gucken, was das gibt.

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  • 1. April 2017 at 21:36
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    Von James McClure möchte ich sicher auch noch mal etwas lesen, aber nicht sofort.
    Ich finde diesen Monat noch „Das Verbrechen“ (Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas) von David Grann sehr interessant.

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    • 4. April 2017 at 15:47
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      Ich habe Band 1 und 2 auch noch ungelesen im Regal, will das aber in diesem Jahr noch ändern.

      „Das Verbrechen“ ist mir im Verlagsprogramm auch aufgefallen, da wäre ich auf fachkundige Meinungen gespannt! Ich tue mich mit „true crime“ immer schwer, was nicht an der Thematik liegt, sondern meist an der Aufbereitung. Wenn das Wort „spektakulär“ fällt, schreckt mich das direkt ab. Nüchterne Sachbücher zu Themen wie Drogenkriege oder der NSU-Thematik, RAF etc. lese ich wiederum gern.

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  • 3. April 2017 at 18:50
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    Ich hab noch nicht in den Neuerscheinungen gesucht, aber Des Menschen Wolf ist schon fest eingeplant. Bei James McClure fange ich jetzt erst mal mit dem ersten Band an… aber die Cover sind wirklich sehr gelungen.

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    • 4. April 2017 at 15:50
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      „Des Menschen Wolf“ klingt wirklich gut. Da könnte ich mich fast ärgern, dass ich diesen Monat den Pendragon/Suhrkamp-Schwerpunkt habe und mit dem guten Stück noch bis Mai warten muss. Aber nur fast. 😉

      Die Cover von McClure sind schon ziemlich großartig, das ist echt erfrischend schön! Ich habe den ersten Band auch noch nicht gelesen, habe 1 und 2 aber schon hier und will da eigentlich spätestens im Sommer mal ran. Wäre ja vielleicht auch etwas für eine Leserunde, oder?

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  • 10. April 2017 at 9:09
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    „Des Menschen Wolf“ hat wirklich eine interessante Inhaltsangabe! Könnte die perfekte Unterhaltung werden, aber auch nach hinten losgehen. Ich behalts definitiv mal auf dem Schirm!
    „Der Gentleman“ sagt mir momentan einfach nicht zu. Auch wenn Inhalt gut klingt, reizt es mich nicht im geringsten. Vielleicht in ein paar Monaten. Muss es auch mal geben 😛

    Diese Reihe aus dem Unions Verlag muss ich mal näher unter die Lupe nehmen! Was hälst von einem Monat u.a. zu diesem Verlag? Also nicht im Mai 😛 Eher Juni/Juli? Zusammen mit noch einem anderen?!

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    • 10. April 2017 at 12:02
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      Du musst die Bücher, die ich mir hier herauspicke, ja auch nicht alle interessant finden, das ist völlig ok so. 😉

      Ja, Unionsverlag-Schwerpunkt ist bei mir schon fest eingeplant, aber vermutlich eher später im Sommer. Ich habe im Juni noch ein anderes Lese-Projekt, und dann ist im Juli oder im August ja unser privater Sommerurlaub dran, da schicke ich den Blog wieder einen Monat in die Sommerpause. Ich weiß leider nur noch nicht, in welchem der beiden Monate wir unseren Urlaub nehmen/bekommen. Also man könnte den Schwerpunkt dann entweder in den Juli oder August legen, je nachdem, in welchem ich nicht weg bin. 😀 Oder dann erst im September. Ich würde das eventuell mit dem Aufbau Verlag koppeln, da habe ich noch Malla Nunn, Deon Meyer, Fred Vargas und Stuart Neville auf dem SuB, das würde schön passen. Polar Verlag wäre auch nicht schlecht, auch da türmt sich mein Stapel ungelesener Exemplare. Ich würde später im Jahr vielleicht auch noch einen Monat mit Diogenes oder Heyne Hardcore machen wollen. Was meinst du?

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      • 10. April 2017 at 15:01
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        Aufbau passt mir gut. Da kommen auch gerne immer mal wieder Bücher zu mir. Und es kann auch gerne der August oder September sein, mir egal – wir haben ja da keinen Terminstress 😀
        Heyne Hardcore heißt doch jetzt Encore 😉
        Können wir aber gern mit reinnehmen. Vom Diogenes hab ich eigtl nur Dennis Lehane hier. Zum reinschnuppern sind die mir meist zu teuer, wenn müsste es ne Biblio-Edition werden XD
        Den Polar-Verlag hatte ich vorhin auch noch im Kopf, weil ich da noch n bissl was draus lesen wollt.
        Die Qual der Wahl 😛

        @Mögen
        Nö, das nicht, aber ich kann dir hier nur nun mal in allen Punkten recht geben, nur meine Leselaune mags grad nicht lesen XD

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        • 10. April 2017 at 15:28
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          Na das trifft sich ja, wenn dir der Aufbau auch gut passt! 😀 Können den Unionsverlag aber auch mit einem der anderen genannten koppeln. Ich kann dir ja erstmal Bescheid geben, sobald ich weiß, wie der Sommerurlaub liegt und dann knobeln wir uns die passende Kombination noch aus. 😉

          Soweit ich weiß, gibt es Heyne Hardcore und Heyne Encore, die haben sich nicht ersetzt, nur erweitert, quasi. So oder so, die Bücher, die sich hier bei mir noch tummeln, sind in jedem Fall alle mit dem Hardcore-Label, weil noch vor Encore-Zeiten herausgebracht. Wäre auch eine schöne Kombi zum Unionsverlag.

          Bei Diogenes wollte ich gern nochmal die ersten beiden Bände von Hammett und Chandler lesen, weil ich die gern hier auf dem Blog dabei hätte. Dazu stehen noch ein paar Bücher von Ross Macdonald hier, Patricia Highsmith und ihren Mr. Ripley wollte ich auch gern nochmal lesen, dann natürlich diverse Lehanes, dazu noch die letzten drei Bände von Arjounis Kayankaya-Reihe, Jim Thompson, Esmahan Aykol, Schünemann und Volic und noch ein Grieche, dessen Name mir gerade entfallen ist. Ach, und „Der Schneemann“ von Fauser. Also Diogenes würde einen ganzen Monat füllen, ok, ich mach ne Biblio-Edition daraus. Im Herbst dann mal. 😀

          Jip, Polar hat ein Programm zum Niederknien, ich habe bisher leider viel zu wenig Titel von denen gelesen, aber reihenweise hier stehen. Muss geändert werden.

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          • 11. April 2017 at 13:39
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            Encore/Hardcore & Union passt auch gut 🙂 Sag einfach Bescheid, wenn du mehr mit deinem Urlaub weißt und bis dahin haben wir eine Lösung!

            Zum Polar-Verlag finden wir bestimmt auch noch das passende Gegenstück 😀
            Und die Biblio-Edition passt mir für den Herbst ganz gut!

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