Friedrich Ani – Süden und die Frau mit dem harten Kleid

Eine Blog-Leserunde funktioniert ganz ähnlich wie ein Buchklub, nur online und in loser und wechselnder Zusammensetzung. Ob Blogger oder Leser, wer sich einer Leserunde hier spontan anschließen und mitlesen möchte, ist immer herzlich willkommen.

Für diese Leserunde fiel die Wahl auf den Roman »Süden und die Frau mit dem harten Kleid« von Friedrich Ani, ein Kriminalroman aus der Reihe um den Vermisstenfahnder Tabor Süden.


Das Buch:

Friedrich Ani Süden und die Frau mit dem harten Kleid Knaur VerlagEin neuer Fall für Hauptkommissar Tabor Süden: Johann Farak, 41, Sohn eines Ägypters, ist verschwunden. Doch außer seiner Schwester scheint ihn niemand zu vermissen. Er war ein Trinker, heißt es, er hat Bilder auf Holzbretter gemalt, die nichts taugen, sagen die Leute. Dann taucht eine junge Frau auf – und Tabor Süden begreift plötzlich, was für ein trauriges Leben Johann Farak bisher geführt hat und dass er vielleicht gar keine Wahl hatte, als dieses Leben eines Tages hinter sich zu lassen …

(Quelle: Droemer Knaur Verlag)


Die Leseabschnitte:

1. Abschnitt = Anfang – S. 75
2. Abschnitt = S. 76 – S. 142
3. Abschnitt = S. 143 – S. 207


Die Teilnehmer:

Janine (Meine Welt der Bücher)
Lara (Das Bücherlabyrinth)
meine Wenigkeit


Der Ablauf der Leserunde:

Die Leserunde startet morgen, am 16. November hier auf dem Blog, direkt unten im Kommentarbereich. Dort werden wir unsere Leseeindrücke festhalten und uns über das Gelesene austauschen. Jeder liest in seinem Tempo und postet nach jedem Leseabschnitt seine Eindrücke.

Daher vorab eine Spoiler-Warnung: Wer das Buch später noch lesen möchte, sollte sich die Kommentare unter diesem Beitrag nicht anschauen, da wir dort ausführlich über die Inhalte des Romans reden, auch über das Ende!

Wer das Buch bereits kennt, ist herzlichst eingeladen, mitzukommentieren und wie eingangs erwähnt, spontane Mitleser sind uns jederzeit willkommen.

38 Kommentare zu “Friedrich Ani – Süden und die Frau mit dem harten Kleid

  • 16. November 2014 at 10:16
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    Ich habe schon angefangen und bisher gefällt es mir ganz gut. Es gibt keine Hektik, kein Blut, keinen Mord. Süden ist mir sympatisch, auch wenn ich nicht alle seine Hintergründe kennen. Wurde das alles in den ersten Büchern erklärt oder kommt da nach und nach durch die Serie immer ein bisschen?

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  • 16. November 2014 at 11:15
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    Ich habe auch schon die ersten 16 Seiten gelesen. 😉 Werde mich am späteren Nachmittag weiter dran setzen. ☺
    Mit Süden ist das so eine Sache. – Du wirst noch den unverwechselbaren Erzählstil des Autors kennenlernen. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass man Süden nach und nach, also von Buch zu Buch besser kennenlernt und auch seine Vergangenheit. Für die Geschichte an sich sind diese Hintergründe aber nicht notwendig zu wissen. – Keine Sorge! 😀

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  • 16. November 2014 at 13:24
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    Was mich ja interessieren würde und ihr mir sicher nach der Leserunde beantworten könnt: Was ist ein hartes Kleid? Es gibt schöne Kleider, hässliche Kleider, lange Kleider, kurze Kleider, bunte und einfarbige, enge und weite… aber harte Kleider?

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  • 16. November 2014 at 13:42
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    @Janine: Danke! :* Freu mich auch, bis später! 😉

    @Julia: Tja, das fragen wir uns ehrlich gesagt auch… ;D

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  • 16. November 2014 at 13:44
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    Klärt mich bitte später auf 😀 Ich möchte nicht dumm sterben…

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  • 16. November 2014 at 13:53
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    Ich bin mit dem ersten Abschnitt durch. Und erstmal zu deiner Frage, Lara: Es ist teils, teils. Im Endeffekt lernt man Süden tatsächlich von Roman zu Roman kennen, es gibt keine Einführung oder Vorstellung seiner Figur in einem Band, aber es ist schon auch so, dass man durch die Vorgängerromane bereits einiges über Südens Vergangenheit, seine Beweggründe und auch über die Figurenkonstellation erfahren hat, das einem den Hintergrund der Figur deutlicher macht. Für den jeweiligen Vermisstenfall braucht man die Vorgängerromane zwar nicht, die sind bisher in sich abgeschlossen gewesen, aber für die Figur Süden, die ja einen nicht unwesentlichen Teil dieser Geschichten ausmacht, würde ich persönlich sagen, dass das Wissen aus den Vorgängerromanen irgendwie wichtig ist, oder zumindest macht es das Gesamtbild kompletter. Also so für mein Empfinden.

    In diesem Fall hier finde ich es spannend, dass Süden die Erlebnisse quasi als Brief an Johanns Tochter niederschreibt, und ich habe auch schon eine Vermutung, wer seine Tochter sein könnte. 😉

    Und wieder ist es diese ganz besondere Stimmung, die Ani mit seinem Schreibstil erzeugt. Irgendwie ziemlich unverwechselbar, auch wenn ich es hier diesmal als ein wenig gefälliger empfinde als in den Vorgängern, oder leichter zugänglich. Das ruhige Tempo und die leicht trübe Stimmung sind auch wieder da, ein bisschen fehlt mir der leichte Humor, der sonst immer schon zu Beginn für ein, zwei Schmunzler gesort hat. 😉

    Aber ich bin gespannt, was es mit dem Verschwinden von Johann auf sich hat bzw. ob oder in welchem Zustand er wieder auftaucht oder gefunden wird…

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  • 16. November 2014 at 17:48
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    Das Buch ist ein Genuss. Der Autor bringt es fertig, mit wenigen Worten auch Nebenpersonen sehr genau zu beschreiben. Ich musste über den "Einzelnesser" schmunzeln. Mathilda tut mir leid. Johann auch. Wie kann man seine Kinder nur so behandeln? Die Mutter ist extrem unsympathisch, allerdings leider doch noch realistisch.
    Die Vorgängerbände werde ich auch noch lesen, manche Andeutungen machen mich wirklich neugierig und ich will wissen, was ich verpasst habe.

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  • 16. November 2014 at 17:54
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    Über das harte Kleid habe ich in einer Bewertung gelesen, dass es selbst nach dem Lesen nicht ganz klar sei, was es bedeutet. Eine Leserin hat vermutet, es wäre der gefühllose, kalte Panzer der die Mutter umgibt.

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  • 16. November 2014 at 18:00
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    Nach dem zu urteilen, was ich bisher über die Mutter gelesen habe, klingt das nach einer durchaus plausiblen Möglichkeit! 🙂

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  • 16. November 2014 at 18:03
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    Ja oder? Sprachlich ist Ani einfach ein Traum! 🙂 Und auch seine Figuren, so ganz eigen. Schön sowas! 🙂 Freut mich richtig, dass es Dir auch gefällt und die Neugier auf die anderen Bände weckt! 😀

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  • 16. November 2014 at 18:38
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    Ich freue mich richtig über diese Neuentdeckung. Ausserdem, dieses Buch hat 2 Sterne bei Amazon. Wie genial müssen demnach seine anderen Büchern sein, die alle mehr Sterne haben 😉

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  • 16. November 2014 at 19:36
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    Was das mit dem harten Kleid auf sich hat, habe ich mich auch schon gefragt. Aber Laras Erklärung klingt nach einer guten Metapher. 😉

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  • 16. November 2014 at 23:10
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    Die Briefform finde ich auch interessant. Ob das gesamte Buch so geschrieben ist? Wahrscheinlich schon.

    @ Philly: Du hast eine Vermutung, wer Johanns Tochter sein könnte? Nur raus damit! 😉
    Achso ja… dieses Mädel da, das Süden im Treppenhaus getroffen hat. Die, die so rockig, punkig beschrieben worden ist. Könnte sie sein, ja.

    Ich liebe Anis Schreibstil schon seit dem zweiten Buch, das wir gemeinsam gelesen haben. Immer wieder der gleiche, unverwechselbare und einzigartige Stil. Und unser altbekannter Süden! ;D Der, der lieber zuhört, als spricht.^^
    Die Melancholie ist da, das stimmt, aber der Humor wird bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.
    Bei dem letzten Wort dieses Satzes musste ich aber doch wegen der Originalität kurz innehalten und schmunzeln: "Wir standen nicht direkt vor ihr, aber ihre Fahne war unüberriechbar." ;P

    Ja, wo könnte sich dieser Johann versteckt haben?^^ Ich finde Süden ja so klasse, wie er sich immer in die Vermissten hineinversetzt und hier in diesem Fall Johann mit dem Märchen zusammenbringt. (Dieses Märchen kenne ich auch von früher – ich fand es faszinierend!)

    Und sonst wird hier auch wieder ziemlich deutlich, wie zerrüttet eine Familie sein, wie gewalttätig es dort zugehen kann und vor allem, was so ein Verhalten bei den Kindern bewirken kann. Man muss sich die Geschwister Johann und Mathilda nur vorstellen: verwahrloste Säufer, nichts Positives im Leben, keine Kontakte. Die sind durch ihre Kindheit so verkorkst worden, das zieht sich nun durch ihr gesamtes, restliches Leben… :-/
    Traurige Sache, kommt aber ständig, überall in der Welt vor. Dass Ani das durch seine Bücher seinen Lesern verdeutlichen möchte, gefällt mir.

    @ Lara: Ich finde auch, dass die Mutter eine verbitterte alte Schachtel ist. Scheint so, als hätte sie vom Leben genug. Und fühlt sich von Südens Besuch nur genervt. Dass die Alte aber was verbirgt, ist Süden schon klar, denn jetzt zum Schluss haben wir ja erfahren, dass sie kurz nach Südens Abgang ein Taxi geordert hat… 😉 Wohin sie wohl will?

    ^^Ja, den "Einzelesser" fand ich auch super.
    Willst du die Vorgänger wirklich noch lesen? Heißt das, du wirst bei unseren nächsten Runden auch dabei sein wollen? 🙂

    Über die zwei Sterne bei Amazon kann ich mich nur wundern. Denn bis jetzt gefällt mir das Buch sehr gut, es unterscheidet sich für mich von den anderen bisher gelesenen Romanen nicht, also von dem Gefallen her, meine ich. 😉

    Ach, schön ist's mit euch zusammen zu lesen! ☺

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  • 17. November 2014 at 12:55
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    Ja, da lag ich mit meiner Vermutung ganz richtig, das "punkige" Mädchen ist Johanns Tochter. Ob er etwas geahnt hat?

    Und zum Ende dieses Abschnitt gab es für mich noch eine neue Fährte im Bezug auf den Buchtitel. Als Süden mit Mathilda in der Kirche sitzen, schaut sich immer wieder zu der Madonnenstatur hinüber und Süden erzählt doch auch was von dem schützenden Gewand und dem Kleid aus hartem Gold. Und klar, das Kleid einer Statur in einer Kirche ist hart, schließlich ist es aus Gold, Bronze, Marmor oder Holz gefertigt und damit quasi steinhart. Die Frau mit dem harten Kleid dürfte demnach die Madonnenfigur sein. 🙂

    Ansonsten gefällt mir gerade dieser Süden-Band hier ausnehmend gut, finde die Story hat diesmal irgendwie mehr Hand und Fuß und erscheint mir irgendwie strukturierter…und spannender, man erkennt irgendwie klarer die Handlung. Mir gefällt es! 🙂

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  • 17. November 2014 at 12:56
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    Die 2 Sterne bei amazon kann ich mir bisher auch nicht erklären, aber vielleicht wird das Ende ja noch ganz grässlich, wer weiß! 😉 Aber mit den amazon-Bewertungen kann ich meist eh nix anfangen….

    Und jip, sehr schöne Runde! 😀

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  • 17. November 2014 at 16:31
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    Mir gefällt es auch. 🙂 Warum er allerdings das Buch nach dieser Madonnenfigur genannt hat, verstehe ich nicht. Das hat wohl mehr mit marketing als mit dem Bich zu tun. Aber egal.
    Ich finde es ein bisschen komisch, dass Johann das Mädchen so oft in seine Wohnung lässt, wenn er nicht weiss, dass es seine Tochter ist. Vielleicht ahnt er etwas, vielleicht sieht sie ihrer Mutter ähnlich oder er erkennt sich ein bisschen selbst in ihr.
    Diese Briefform, das ganze Buch über ist sicher nicht so leicht durchzuhalten. Dem Autor ist das sehr gut gelungen.

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  • 17. November 2014 at 16:31
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    So, ich bin schon durch. Und der letzte Abschnitt hat mir nicht ganz so gut gefallen, das Ende dann aber schon. Irgendwie war es zwischendurch wieder ein wenig langwierig und das, was ich im zweiten Abschnitt noch so lobend über dieses Band erwähnt habe, also die klarere Struktur, der deutliche rote Faden, der ging mir hier wieder ein wenig flöten, aber das ist eigentlich meist mein Kritikpunkt und auch mein einziger. Das Finale dagegen hat es nochmal rumgerissen, sehr schön gemacht.

    Für mich ist die Frau mit dem harten Kleid letztlich die Mutter und die Madonnenstatur. Die Mutter mit ihrer Hartherzigkeit, wobei man sagen muss, dass die gute Frau vermutlich auch ganz eigene Probleme hatte, wie ihr Suizidversuch zeigt. Wenn man so wenig Liebe für sein eigenes Leben übrig hat, wie soll man da etwas an die Kinder weitergeben? Und gleichzeitig ist für mich aber auch diese Szene in der Kirche und Südens Gedanken zu dem Schutz des Gewandes der Madonna, dem harten Kleid aus Gold, sinngebend für den Titel.

    Alles in allem habe ich beim Lesen aber erneut feststellen können, dass Ani wirklich ein Händchen für unsympathische Figuren hat, das fordert und reizt mich jedes Mal aufs neue, denn in jedem Band tauchen diese gescheiterten Existenzen auf, und mit ihnen immer eine, die bei mir irgendwie einen Nerv trifft, über die ich mich dann aufregen kann. Mir ging ja schon dieses sinnlose Gequassel von Johann auf den Senkel, obwohl er ja nur minimal hier zu Wort kam. Aber dieser Redeschwall, da steckte schon die Panik drin, nicht gehört zu werden. Und obwohl einem Johann eigentlich Leid tun müsste, hat er in mir kein Gefühl von Mitleid hervorrufen können. Auch viele andere Figuren nicht. Auch der Vater von Johann und Mathilda gewinnt keinen Blumentopf mit seinem Verhalten. Es ist ja das eine, den Selbstmordversuch der Ehefrau nicht zu ertragen, aber die Kinder im Stich zu lassen? Nein, damit war auch der gute Herr Zahnarzt bei mir durchgefallen.

    Und selbst Süden hat in meinen Augen hier nicht immer richtig gehandelt, er verspielt auch viele Situationen. Ich fand die Szene, in der Paul Weber mal etwas lauter geworden ist, ganz gut, auch wenn es eher so rüber kam, als würde Süden ihn schimpfen lassen, weil er denkt, er müsse die angestaute Trauer um seine verstorbene Frau abbauen. Dabei waren da durchaus ein paar Dinge dabei, über die Süden mal nachdenken könnte. So ganz unfehlbar ist er ja auch nicht.

    Spannende Figuren, wie immer bei Friedrich Ani! 🙂

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  • 17. November 2014 at 20:11
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    Ja Philly, da hast du echt ins Schwarze getroffen mit deiner Vermutung. 😉 Hier glaube ich aber nicht, dass Süden etwas geahnt hat. Ich würde nur gerne wissen, ob Johann es wusste? Ob er es herausgefunden hat?

    Als ich die Stelle mit der Madonnenfigur gelesen habe, habe ich mir auch schon gedacht, dass da evtl. ein Zusammenhang zur Frau mit dem harten Kleid besteht. 😉

    @ Lara: Vielleicht erfahren wir ja noch im letzten Abschnitt, warum gerade die Madonnenfigur ausschlaggebend für den Titel sein könnte… Ich weiß nicht, wie weit du schon bist, aber ich werde erst morgen den letzten Abschnitt lesen. Ich bin heut schon so kaputt von dem Tag.
    Johann lässt das Mädchen möglicherweise deswegen so oft in seine Wohnung, weil sie ihn so hartnäckig kennenlernen wollte und sie dann wirklich gut Freund geworden sind… Oder er hatte doch eine Ahnung, wer sie sein könnte, hat es aber nicht ausgesprochen!?

    Mir gefällt das Buch auch immer noch sehr gut. Kann mich nicht beklagen. ;D

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  • 17. November 2014 at 20:36
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    Da gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich verstehe allerdings jetzt die Zwei-Sterne-Bewertungen. Es ist ein sehr ruhiges Buch, was man am Klappentext überhaupt nicht erkennen kann. Manchmal wurde es auch mir ein bisschen zu ruhig, aber weil der Autor so schön schreibt, konnte ich den Text trotzdem noch geniessen.
    Mir hat Johann sehr Leid getan. Er kommt nicht klar mit seinem Leben und versucht es mit Reden. Wahrscheinlich hat er damit als Kind gute Erfahrungen gemacht, und später hat er sich immer mehr hineingesteigert. Mathilda hat mir auch Leid getan, weil sie aus ihrer Einsamkeit nicht herauskommt. Irgendwie hatte ich immer die Kinder Johann und Mathilda vor Augen, die durch die Eltern so Probleme mit dem alltäglichen Leben haben.
    Es gibt sehr viele Figuren, die sehr treffend beschrieben sind und aus dem Hintergrund heraustreten, obwohl sie eigentlich für die Geschichte nicht wichtig sind.

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  • 18. November 2014 at 19:42
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    Oh sehr gut!!!! Ich werde meiner Buchhändlerin auch bescheid geben, damit sie das Buch in dieser Auflage herausfischt, das will ich auch! 😀

    Und hetz dich nicht, warten gespannt auf deine Eindrücke! 🙂

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  • 18. November 2014 at 23:52
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    Ich bin nun auch fertig geworden. Und muss ebenfalls sagen, dass ich diesen Abschnitt nicht (so) gut fand. Ich bin nämlich ziemlich oft abgeschweift, also dürfte es nicht so, wie soll ich sagen… interessant? gewesen sein. Nein, also, ich finde, dass in dem Abschnitt einfach ziemlich viele total kurze, und auch irgendwie abgehackte Sätze vorgekommen sind, die meinen Lesefluss enorm gestört haben. Naja, davon abgesehen, ist mir Süden in dem Buch auch total still und wortkarg (noch wortkarger als sonst^^) vorgekommen. Lustig war er diesmal auch nicht wirklich. Martin Heuer hat irgendwie komplett gefehlt, okay, einmal ist er kurz erwähnt worden…

    Hingegen die letzten Seiten und der Schluss, der war zwar traurig (die Geschichte endet ohne Ende), auch wegen dem Selbstmord, aber trotzdem gut gemacht und zufriedenstellend.

    Die Briefform, die sich durch das ganze Buch gezogen hat, war diesmal was anderes, ja, aber hat mir eigentlich im Endeffekt nicht ganz so gut gefallen, wie bei den Vorbüchern.

    Die Frau mit dem harten Kleid, das ist aber auch schön beschrieben worden, finde ich: Und dann erkannte er, dass sie statt eines Kleides einen Panzer trug, und wenn man die Hand an diesen Panzer legte, froren die Finger fest. – Das erklärt auf jeden Fall (im Zusammenhang), wer die Frau mit dem harten Kleid darstellen soll.

    Durchs Buch zieht sich die Melancholie, das Trübsinnige und Antipathie zu gewissen Charakteren. Und nicht zu vergessen: der Alkohol. – Auch ein beliebtes Thema Anis. ;-P

    Philly, nicht nur dir ist das wirre, irre Gerede von Johann auf den Keks gegangen… Fürchterlich anstrengend ist der gewesen.

    Im Großen und Ganzen kann ich hier auch sagen, dass mir niemand sympathisch war (außer Süden natürlich^^), die Leute hatten alle ein Verhalten an sich, dass mich abgeschreckt und/oder den Kopf schütteln haben lassen. Alle so extrem negativ, verwahrloste Menschen, gewalttätiges Verhalten, Alkoholiker,… – Schlimm!

    Im Grunde konnte man mit dieser ganzen unguten Familie Mitleid haben, hatte ich jedoch nicht, denn diese ewige Negativität ist ja nicht auszuhalten. Dass die Leute ein Problem haben, mit ihrem Leben nicht zurecht kommen, aus ihrem Leben flüchten wollen, "schön und gut", aber leider kommt keine Buchfigur jemals auf die Idee, ein anderes, positiveres Leben zu führen. Mir scheint als wären alle lieber gewohnt unglücklich, als ungewohnt glücklich. Aber ich denke, dass macht Anis Bücher auch einfach aus: das Negative, dass was keiner sehen WILL, worüber geschwiegen wird, was versteckt wird.

    Ich glaube, ich habe diesen Post jetzt ohne Struktur geschrieben, liest sich vielleicht etwas komisch… ;-P

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  • 19. November 2014 at 15:59
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    Hat sich nicht komisch gelesen, dein Abschnitt! 😉 Ich verstehe dich, wie immer. 😀 Und ich stimme Dir zu, ich hatte auch das Gefühl, dass hier eine enorme Lethargie den Personen anhaftete. Warum hat denn keine der Figuren versucht, sein Leben zu ändern, zu verbessern, mehr daraus zu machen, wenn sie doch so unglücklich waren. Es ist dieses Passive, dieses Antriebslose. Und dann fehlt es mir auch an Empathie, da kann ich kein Mitgefühl entwickeln, wenn ich sehe, dass nicht wenigstens versucht wird, das beste aus etwas zu machen.

    Und du hast recht, Süden war diesmal noch wortkarger und kaum humorvoll. Und Sonja und Martin hatten hier nicht viel zu melden. Ob das in den nächsten Bänden wieder mehr wird?

    Aber der Schluss hat mich auch letztlich überzeugt. Es war zwar sehr traurig bis dramatisch, aber das passte zur Geschichte, das fügte sich ganz gut und so gab es wenigstens einen Abschluss, ich hätte es als störend empfunden, wenn nicht geklärt geworden wäre, was mit Johann passiert ist. Offene Enden sind ja manchmal nicht schlecht, hier hätte es aber nicht so recht gepasst.

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  • 19. November 2014 at 18:30
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    Ich war auch sehr froh, dass es so ganz zum Schluss noch einen Abschluss gab. Ich mag offene Enden eigentlich nie. Ich hätte gerne auch noch einen erklärenden Abschiedsbrief gehabt, aber den hätte Süden entweder zu früh gefunden oder es hätte unrealistisch gewirkt. Vielleicht wäre das auch ein bisschen viel an Erklärung gewesen und man kann sich als Leser denken, dass Johann extrm überfordert war mit seiner Vaterschaft und seine Mutter wirklich nicht die Person war, die ihm in dem Moment half.

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  • 19. November 2014 at 19:33
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    Genau Philly, du triffst es mal wieder auf den Punkt: dieses Passive und Antriebslose ist genau das, was ich meinte. 🙂
    Ich bin ebenso froh zu wissen, wie es mit Johann ausgegangen ist. Offene Enden mag ich nicht so sehr (außer bei Mehrteilern), aber hier war es trauriges Ende, das mich aber doch zufriedenstellen konnte! 😀

    Lara, ja, ein Abschiedsbrief (in dem er sich erklärt hätte) wäre auch was gewesen, wenn so darüber nachsinne, das wäre mich, glaube ich, nicht zu viel gewesen. Aber klar, es stimmt, wir können uns eh denken, warum es aus seiner Sicht so weit kommen musste… :-/

    Wie sieht's aus, ihr zwei? Stichwort nächster Süden (und das Geheimnis der Königin)? ☺

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  • 19. November 2014 at 20:34
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    Also von meiner Seite aus können wir gern im Dezember dann den nächsten Süden lesen! 🙂
    Wie sieht es bei Dir aus, Lara, magst Du lieber erst noch die anderen Süden-Bücher lesen, dann könnten wir auch auf dich warten!

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  • 20. November 2014 at 11:18
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    Ihr braucht nicht zu warten. Die ersten Bücher sind nicht zwingend nötig, die kann ich auch später nachholen.
    Danke 🙂

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  • 20. November 2014 at 12:24
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    Ok, dann also im Dezember "Süden und das Geheimnis der Königin", dann wieder bei Janine! 😀 Irgendwelche Terminwünsche? Ich würde direkt mal den 07.12. in den Raum schmeißen, weil dann geht ja auch schon bald das alljährliche Weihnachtsgewusel los! 😉

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  • 21. November 2014 at 9:42
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    Sehr sehr schön, dann bis zum 07.12. bei Janine, ihr Lieben! 😀

    Ich schick dann das neue Banner wieder per Mail.

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